Menschen nach außergewöhnlichen belastenden Ereignissen nicht alleine zu lassen – dass ist das Ziel der Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes. Derzeit stehen österreichweit rund 1.000 psychologisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Ins Leben gerufen wurde die Krisenintervention des Österreichischen Roten Kreuzes bereits vor elf Jahren nach der Lawinenkatastrophe in Galtür. Die Einsatzzahlen nehmen jährlich zu. In Niederösterreich beispielsweise wurden im Jahr 2008 bei 580 Einsätzen 2.020 Personen betreut. Im Jahr 2009 stieg diese Zahl bereits auf mehr als 2.900 betreute Personen in 818 Einsätzen. Die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kriseninterventionsteams des Niederösterreichischen Roten Kreuzes leisteten so im Jahr 2009 mehr als 3.390 Einsatzstunden. Betreut werden Menschen nach traumatischen Ereignissen wie etwa eine plötzliche lebensgefährliche Erkrankung, bei einer schweren Verletzung oder dem Tod eines Angehörigen oder dem Verlust der Lebensgrundlage wie sie bei Naturkatastrophen vorkommt. Das Ziel ist dabei das Wiedergewinnen der Handlungsfähigkeit und die Unterstützung beim Trauerprozess. Die Teams sind 24 Stunden erreichbar, die Alarmierung erfolgt über die Einsatzzentralen des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, der Polizei oder über die zuständige Katastrophenschutzbehörde. Zudem müssen die Betroffenen einer Betreuung zustimmen. Krisenintervention erfolgt unmittelbar nach dem Ereignis in der Akutphase, also noch mitten im Einsatzgeschehen und versteht sich als Akutbetreuung und nicht als Therapie, und schließt so das „Fenster“ zwischen Ereignis und professioneller psychosozialer Nachbetreuung.
Download mp3 (Rechter Mouseklick/ Speichern unter)

Text des Podcasts

 

Krisenintervention

 

Menschen nach außergewöhnlichen belastenden Ereignissen nicht alleine zu lassen – dass ist das Ziel der Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes. Derzeit stehen österreichweit rund 1.000 psychologisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung.

Ins Leben gerufen wurde die Krisenintervention des Österreichischen Roten Kreuzes bereits vor elf Jahren nach der Lawinenkatastrophe in Galtür. Die Einsatzzahlen nehmen jährlich zu. In Niederösterreich beispielsweise wurden im Jahr 2008 bei 580 Einsätzen 2.020 Personen betreut. Im Jahr 2009 stieg diese Zahl bereits auf mehr als 2.900 betreute Personen in 818 Einsätzen. Die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kriseninterventionsteams des Niederösterreichischen Roten Kreuzes leisteten so im Jahr 2009 mehr als 3.390 Einsatzstunden.

Betreut werden Menschen nach traumatischen Ereignissen wie etwa eine plötzliche lebensgefährliche Erkrankung, bei einer schweren Verletzung oder dem Tod eines Angehörigen oder dem Verlust der Lebensgrundlage wie sie bei Naturkatastrophen vorkommt. Das Ziel ist dabei das Wiedergewinnen der Handlungsfähigkeit und die Unterstützung beim Trauerprozess.

Die Teams sind 24 Stunden erreichbar, die Alarmierung erfolgt über die Einsatzzentralen des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, der Polizei oder über die zuständige Katastrophenschutzbehörde. Zudem müssen die Betroffenen einer Betreuung zustimmen.

Krisenintervention erfolgt unmittelbar nach dem Ereignis in der Akutphase, also noch mitten im Einsatzgeschehen und versteht sich als Akutbetreuung und nicht als Therapie, und schließt so das „Fenster“ zwischen Ereignis und professioneller psychosozialer Nachbetreuung.

socialshareprivacy info icon