Haiti 3 Seit rund einer Woche ist das erste Team des Österreichischen Roten Kreuzes in Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis nun schon im Einsatz. Seit ihrer Ankunft nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Jänner haben Andrea Reisinger und Klaus Palkovits an der Trinkwasserversorgung und Seuchenbekämpfung gearbeitet. Palkovits, OT 1 Als erfahrener Katastrophenhelfer war Klaus Palkovits bereits nach dem Tsunami in Sri Lanka im Einsatz. Für die Rotkreuz-Hilfe ist die Logistik im Moment eine Herausforderung. Der Flughafen in Port-au-Prince ist nur beschränkt verwendbar, die Hafenanlagen sind mittlerweile notdürftig in Stand gesetzt. Auch die Straßen im Land wurden – so sie nicht schon vor den Erdstößen unbefahrbar waren – durch das Beben ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Hilfsmaterial und Teams werden daher großteils über Santo Domingo und Panama in das Katastrophengebiet gebracht. Die Überlebenden die Ihre Häuser verloren haben campieren unter Plastikplanen auf Plätzen und Straßen der Hauptstadt. Palkovits. Palkovits, OT2 Weitere Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes sind gemeinsam mit 19 Tonnen an Hilfsgütern am Freitag eingetroffen. Ihre Aufgabe ist die Absicherung von Trinkwasserstellen, die Planung und Errichtung von Latrinen und die Ungezieferbekämpfung. Es gibt aber auch positive Nachrichten aus dem Krisengebiet. Am Mittwoch wurden rund 90 Minuten nach dem schweren Nachbeben zwei Babys – ein Mädchen und ein Junge – im Feldspital des Norwegischen Roten Kreuzes geboren. Die meisten anderen Eingriffe sind für das Ärzte-Team des Norwegischen Roten Kreuzes weniger erfreulich. Viele Wunden sind so stark infiziert, dass nur eine Amputation hilft. Das Rote Kreuz arbeitet auch daran den Kontakt zwischen getrennten Familienmitgliedern wiederherzustellen und nach Vermissten zu suchen. Johannes Guger, Mitarbeiter des Suchdienstes beim Österreichischen Roten Kreuz. Guger, OT1 Bis heute wurden bereits fast 20.000 Namen von Vermissten auf der Suchdienst-Webseite des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes registriert. Direkt in Haiti haben 1.400 Menschen beim Roten Kreuz enge Angehörige als vermisst gemeldet. Guger, OT2 So Johannes Guger. Unter www.roteskreuz.at/haiti finden Sie alle Informationen rund um die Hilfe des Roten Kreuzes und die Möglichkeit online, via Kreditkarte, SMS oder Erlagschein zu spenden. Ihre Spende ist von der Steuer absetzbar.
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Seit rund einer Woche ist das erste Team des Österreichischen Roten Kreuzes in Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis nun schon im Einsatz. Seit ihrer Ankunft nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Jänner haben Andrea Reisinger und Klaus Palkovits an der Trinkwasserversorgung und Seuchenbekämpfung gearbeitet.

Palkovits, OT 1

Als erfahrener Katastrophenhelfer war Klaus Palkovits bereits nach dem Tsunami in Sri Lanka im Einsatz.

Für die Rotkreuz-Hilfe ist die Logistik im Moment eine Herausforderung. Der Flughafen in Port-au-Prince ist nur beschränkt verwendbar, die Hafenanlagen sind mittlerweile notdürftig in Stand gesetzt. Auch die Straßen im Land wurden – so sie nicht schon vor den Erdstößen unbefahrbar waren – durch das Beben ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Hilfsmaterial und Teams werden daher großteils über Santo Domingo und Panama in das Katastrophengebiet gebracht. 

Die Überlebenden die Ihre Häuser verloren haben campieren unter Plastikplanen auf Plätzen und Straßen der Hauptstadt. Palkovits.

Palkovits, OT2

Weitere Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes sind gemeinsam mit 19 Tonnen an Hilfsgütern am Freitag eingetroffen. Ihre Aufgabe ist die Absicherung von Trinkwasserstellen, die Planung und  Errichtung von Latrinen und die Ungezieferbekämpfung.

Es gibt aber auch positive Nachrichten aus dem Krisengebiet. Am Mittwoch wurden rund 90 Minuten nach dem schweren Nachbeben zwei Babys – ein Mädchen und ein Junge – im Feldspital des Norwegischen Roten Kreuzes geboren.

Die meisten anderen Eingriffe sind für das Ärzte-Team des Norwegischen Roten Kreuzes weniger erfreulich. Viele Wunden sind so stark infiziert, dass nur eine Amputation hilft. 

Das Rote Kreuz arbeitet auch daran den Kontakt zwischen getrennten Familienmitgliedern wiederherzustellen und nach Vermissten zu suchen. Johannes Guger, Mitarbeiter des Suchdienstes beim Österreichischen Roten Kreuz.

Guger, OT1

Bis heute wurden bereits fast 20.000 Namen von Vermissten auf der Suchdienst-Webseite des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes registriert. Direkt in Haiti haben 1.400 Menschen beim Roten Kreuz enge Angehörige als vermisst gemeldet.

Guger, OT2

So Johannes Guger.

Unter www.roteskreuz.at/haiti finden Sie alle Informationen rund um die Hilfe des Roten Kreuzes und die Möglichkeit online, via Kreditkarte, SMS oder Erlagschein zu spenden. Ihre Spende ist von der Steuer absetzbar.

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