Weltwassertag 2010 Ost Timor – zwischen Australien und Indonesien gelegen – hat in den letzen 50 Jahren eine bewegte Geschichte durchlebt. Nach der Unabhängigkeit von Protugal schlitterte das Land in einen Bürgerkrieg. Danach wurde Ost-Timor – trotz internationaler Proteste – von Indonesien besetzt. OT Berichtet Elmar Göbl. Er ist als Wasserexperte des Österreichischen Roten Kreuzes vor Ort. Der 34jährige Niederösterreicher arbeitet an der Errichtung von Wasserleitungen, Hygieneeinrichtungen und Trainings für die lokale Bevölkerung. 1999 brachte ein Referendum die Unabhängigkeit von Indonesien wogegen Pro-Indonesische Milizen mit Gewalt vorgingen. Erst seit 2002 ist Ost-Timor endgültig unabhängig. OT Die Mehrheit der rund eine Million Bewohner Ost-Timors lebt in ländlichen Gebieten vorwiegend von selbstangebauten Lebensmitteln (Subsistenzwirtschaft). Die meisten Güter müssen importiert werden, weshalb sie zu teuer für die Einwohner sind. 41 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze von einem US-Dollar am Tag. Weniger als 50 Prozent der Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch weniger haben Zugang zu einer adäquaten sanitären und medizinischen Versorgung sowie diesbezüglicher Information. Viele Menschen, insbesondere Kinder, sterben jedes Jahr an Durchfallserkrankungen. Elmar Göbl ist seit 2008 in Ost-Timor tätig und verfolgt die Fortschritt des Österreichischen Wasserprojekts aus nächster Nähe: OT Durch den Bau von Wassersystemen werden bis zum Jahr 2011 in 40 Dörfern rund 19.000 Personen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Zudem werden ungefähr 3.350 Familienlatrinen gebaut. Parallel dazu finden Hygienetrainings statt. In den Dörfern werden Verantwortliche ausgebildet, um ein Grundwissen über Hygiene, Gesundheit und Wartung der Anlagen an ihre Mitbürger weiterzugeben. OT Das aktuelle Projekt wird mit 2011 auslaufen. Derzeit wird bereits an einer Fortsetzung gearbeitet. Göbl: OT International genießt das Österreichische Rote Kreuz einen hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung. Derzeit sind Österreichische Trinkwasser-Experten in mehreren Ländern im Einsatz. Jedes Jahr am 22. März weißt der Weltwassertag darauf hin, dass eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser hat, oder dass vielfach die Geschlechtszugehörigkeit eine Rolle beim Wasserzugang spielt. Denn vielfach wird innerhalb von Familien den Frauen die Pflicht aufgebürdet, die oft weiten Wege und Mühen für das Holen des Trinkwassers auf sich zu nehmen. Mit Elmar Göbl sind derzeit vier Delegierte des Österreichischen Roten Kreuzes in Ost-Timor stationiert. Elmar Göbl kehrt demnächst nach Österreich zurück. Die Eindrücke, die er gesammelt hat, wird er mitnehmen: OT Nach seiner Rückkehr wird Elmar Göbl für das Rote Kreuz von Österreich aus weltweit Wasserprojekte unterstützen. Drei Österreicherinnen werden das Projekt in Ost-Timor weiter fortführen. Martina Cap löst Göbl ab und ist bereits seit 4 Wochen vor Ort. Das Budget für das Projekt setzt sich aus Mitteln der Europäischen Union, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und aus namhaften Beträgen der Firmen Pipelife und Vöslauer zusammen. Die Rotkreuz-Eigenmittel steuern das Österreichische Jungendrotkreuz, der Landesverband Wien und das ÖRK-Generalsekretariat bei.
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Text des Podcasts

 

Weltwassertag 2010

 

Ost Timor – zwischen Australien und Indonesien gelegen – hat in den letzen 50 Jahren eine bewegte Geschichte durchlebt. Nach der Unabhängigkeit von Protugal schlitterte das Land in einen Bürgerkrieg. Danach wurde Ost-Timor – trotz internationaler Proteste – von Indonesien besetzt.


OT

 

Berichtet Elmar Göbl. Er ist als Wasserexperte des Österreichischen Roten Kreuzes vor Ort. Der 34jährige Niederösterreicher arbeitet an der Errichtung von Wasserleitungen, Hygieneeinrichtungen und Trainings für die lokale Bevölkerung.


1999 brachte ein Referendum die Unabhängigkeit von Indonesien wogegen Pro-Indonesische Milizen mit Gewalt vorgingen. Erst seit 2002 ist Ost-Timor endgültig unabhängig.

 

OT

 

Die Mehrheit der rund eine Million Bewohner Ost-Timors lebt in ländlichen Gebieten vorwiegend von selbstangebauten Lebensmitteln (Subsistenzwirtschaft). Die meisten Güter müssen importiert werden, weshalb sie zu teuer für die Einwohner sind. 41 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze von einem US-Dollar am Tag. Weniger als 50 Prozent der Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch weniger haben Zugang zu einer adäquaten sanitären und medizinischen Versorgung sowie diesbezüglicher Information. Viele Menschen, insbesondere Kinder, sterben jedes Jahr an Durchfallserkrankungen.


Elmar Göbl ist seit 2008 in Ost-Timor tätig und verfolgt die Fortschritt des Österreichischen Wasserprojekts aus nächster Nähe:

 

OT

 

Durch den Bau von Wassersystemen werden bis zum Jahr 2011 in 40 Dörfern rund 19.000 Personen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Zudem werden ungefähr 3.350 Familienlatrinen gebaut. Parallel dazu finden Hygienetrainings statt. In den Dörfern werden Verantwortliche ausgebildet, um ein Grundwissen über Hygiene, Gesundheit und Wartung der Anlagen an ihre Mitbürger weiterzugeben.

 

OT

 

Das aktuelle Projekt wird mit 2011 auslaufen. Derzeit wird bereits an einer Fortsetzung gearbeitet. Göbl:

 

OT

 

International genießt das Österreichische Rote Kreuz einen hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung. Derzeit sind Österreichische Trinkwasser-Experten in mehreren Ländern im Einsatz. Jedes Jahr am 22. März weißt der Weltwassertag darauf hin, dass eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser hat, oder dass vielfach die Geschlechtszugehörigkeit eine Rolle beim Wasserzugang spielt. Denn vielfach wird innerhalb von Familien den Frauen die Pflicht aufgebürdet, die oft weiten Wege und Mühen für das Holen des Trinkwassers auf sich zu nehmen.
Mit Elmar Göbl sind derzeit vier Delegierte des Österreichischen Roten Kreuzes in Ost-Timor stationiert. Elmar Göbl kehrt demnächst nach Österreich zurück. Die Eindrücke, die er gesammelt hat, wird er mitnehmen:

 

OT

 

Nach seiner Rückkehr wird Elmar Göbl für das Rote Kreuz von Österreich aus weltweit Wasserprojekte unterstützen. Drei Österreicherinnen werden das Projekt in Ost-Timor weiter fortführen. Martina Cap löst Göbl ab und ist bereits seit 4 Wochen vor Ort.


Das Budget für das Projekt setzt sich aus Mitteln der Europäischen Union, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und aus namhaften Beträgen der Firmen Pipelife und Vöslauer zusammen.
Die Rotkreuz-Eigenmittel steuern das Österreichische Jungendrotkreuz, der Landesverband Wien und das ÖRK-Generalsekretariat bei.

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