Weil's nicht wurscht ist, wenn alle 20 Sekunden ein Kind an einer Durchfallerkrankung stirbt.

Was tun zwei Klomuscheln, ein Kübel und einige Rotkreuz-Mitarbeiter am Wiener Schottentor? Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken, über das man nicht spricht. Denn obwohl es ein Thema ist, das alle betrifft, wird nur selten darüber gesprochen:

2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu angemessenen sanitären Anlagen: kurz: kein ordentliches Klo. Diese unglaublich hohe Zahl entspricht der Bevölkerung von China und Indien zusammen.

 

Weltweit hat also jeder dritte Mensch keinen Zugang zu angemessenen sanitären Anlagen. Dadurch werden unter anderem Durchfallerkrankungen übertragen. Erkrankungen, die gravierende Folgen für die öffentliche Gesundheit haben. Erkrankungen, die nachhaltige Entwicklung verhindert. An ihren Folgen stirbt alle 20 Sekunden ein Kind. Todesfälle, die mit einfachsten Mitteln vermeidbar wären. Rotkreuz-Helfer bauen daher weltweit Latrinen und Waschplätze, bereiten Wasser auf und schulen Menschen in Hygienetrainings. Doch das ist nicht genug: Für den unhaltbaren Zustand, dass jeder Dritte Menschen kein ordentliches Klo hat, muss Bewusstsein geschaffen werden.

Mehr als 40 Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit – darunter auch das Rote Kreuz – haben eine Kampagne gestartet. Damit wollen wir auch in Zeiten der Einsparungen Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erregen. „Mir wurscht“ lautet der Slogan der Kampagne.

 

Weil es nicht wurscht ist, wenn alle 20 Sekunden ein Kind stirbt, bauen Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter weltweit Latrinen, Waschplätze und bereiten Wasser auf und machen sich stark – auch für sperrige Themen.

Mehr Infos zur Kampagne gibt es auf www.mirwuscht.org oder www.roteskreuz.at

 

Ein Fotowettbewerb  läuft auf Facebook unter oerk.at/klo

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