Echte und bezahlte Freiwilligkeit

Im Zuge der Debatte um den Zivildienst hat das Sozialministerium das so genannte Modell des "bezahlten freiwilligen Sozialen Jahres" als Alternative vorgeschlagen. Freiwillig würde aber in diesem Zusammenhang bedeuten, dass die Arbeit für das Gemeinwohl entlohnt wird.

 

Das Rote Kreuz befürchtet, dass diese Herangehensweise die echte Freiwilligkeit und damit einen Grundsatz des Roten Kreuzes aushöhlt, wie Generalsekretär Kerschbaum erklärt. 

 



Zivildienst als Vorläufer der Freiwilligkeit

"Ohne den Zivildienst wäre ich nie zum Roten Kreuz gegangen oder freiwilliger Mitarbeiter geworden", merkt ein ehemaliger Zivildiener in der Rotkreuz-Umfrage zum Thema Zivildienst an.

 

Tatsächlich ist der verpflichtende Zivildienst für viele der erste Kontakt mit der Organisation. Laut Umfrage motiviert dieser Erstkontakt etwa 60 Prozent zum freiwilligen Weitermachen. Sie nutzen den Zivildienst als Sprungbrett in die Freiwilligkeit. Er ist damit eine wichtige Quelle für den freiwilligen Nachwuchs im Roten Kreuz.  

 

Rotkreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum schildert die Auswirkungen, die ein Wegfall der Zivildiener auf die Dienstleistungen und die Freiwilligkeit im Roten Kreuz hätte.

 

 

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