Warum die freiwillige, unbezahlte Blutspende die sicherste ist.

Blut gehört zu den sichersten Medikamenten der Welt. In den vorangehenden Folgen wurde dargestellt, was beim Roten Kreuz alles unternommen wird, um sichere Blutprodukte herzustellen. Doch die Sicherheit fängt nicht erst bei der Blutspende an, sondern schon vorher - bei der Auswahl der Personen, die Blut spenden.

 

Wo die Sicherheit beginnt

Vor allen medizinischen Vorkehrungen zur Blutsicherheit kommt es bei einem Medikament, das Menschen für Menschen spenden, auf die Gesundheit des Spenders an. Der Gesundheitszustand des Menschen, der sein Blut für andere hergibt, bildet die Basis für sichere Blutprodukte. Es wäre eine große Versuchung, nicht ganz richtige Angaben über sich und seine Lebensumstände zu machen, wenn man auf das Geld, das man für eine Blutspende bekommt, angewiesen ist. Diesen Zusammenhang belegen auch Studien: Laut einer Untersuchung der Pan American Health Organization (PAHO) wurden in Ländern, in denen weniger als die Hälfte aus altruistischen Motiven spenden, 0,28 Prozent der Blutprodukte positiv auf HIV getestet. In Ländern mit mindestens der Hälfte unbezahlter Spender fiel der Anteil HIV-positiver Spenden innerhalb von zwei Jahren von 0,13 Prozent auf 0,01 Prozent.

 

Beispiel Südafrika

Besonders überzeugend fällt die Statistik für Südafrika aus, wo zu 100 Prozent freiwillig und unbezahlt Blut gespendet wird: Obwohl die HIV-Rate in der erwachsenen Bevölkerung bei 23,3 Prozent liegt, wird bei nur 0,02 Prozent der Blutspender HIV nachgewiesen. Dieselbe Studie kommt zu der Erkenntnis, dass Länder mit bezahlter Blutspende auch noch mit den größten Versorgungsengpässen zu kämpfen haben.

 

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