358 Rotkreuz-Sanitäter/innen am Novarock
Vier Tage lang sorgten hunderte Rotkreuz-Sanitäterinnen und -Sanitäter aus verschiedenen Bundesländern sowie Ärzte für die medizinische Versorgung der Festivalteilnehmer.
Harte Klänge von Iron Maiden, ein fulminantes Feuerwerk und ein Angriff auf die Lachmuskeln von Otto Waalkes auf der Blue Stage sowie System of a Down auf der Red Stage beendeten das Nova Rock Festival 2011 auf den Pannonia Fields in Nickelsdorf.
Für das Rote Kreuz bedeutete der Montag einen letzten vollen Tag Ambulanzdienst am Nova Rock 2011. Die Mehrheit der Rotkreuz-Mitarbeiter waren an den vorherigen Tagen schon im Einsatz, aber auch „frische“ Kollegen kamen zu ihrem ersten Dienst. Die Sanitäter und Ärzte aus insgesamt fünf Landesverbänden arbeiteten sehr gut zusammen.
Personelle Herausforderung
Von Freitag bis Dienstag hatten 358 Personen einen oder mehreren Dienste auf dem Nova Rock-Gelände und füllten dabei vom Leitenden Notarzt und Einsatzleiter bis zur Versorgung alle Tätigkeiten aus, die ein Ambulanzdienst dieser Größe auf dem freien Feld benötigte.
Schon in den frühen Morgenstunden bis über den Vormittag waren die Sanitätshilfsstellen im Bereich Camping und Caravan frequentiert, um Sonnenbrände, kleinere Blessuren und Verknöchelungen zu versorgen und um bei bereits in den vergangenen Tagen behandelten Patienten Kontrollen durchzuführen.
Bei Start des Bühnenbetriebes nahmen auch die Sanitätshilfsstellen auf der Blue- und der Red Stage zum letzten Mal in diesem Jahr ihren Betrieb auf.
Die meisten der Patienten erreichten die Behandlungsstelle von selbst oder wurden von Securities aus dem Wavebreaker gehoben. Mobile Sanitäterteams standen bereit, um schwerer Verletzte oder Erkrankte zu bergen.
Schon am Nachmittag setzte ein reger Zustrom zu den Bühnen ein, da sich viele Besucher die besten Plätze beim Headliner sichern wollten. Jedoch hielt durch Sonneneinwirkung, wenig Flüssigkeitsaufnahme und langes Stehen der Kreislauf bei so manchem Besucher nicht stand.
Gesamtbilanz: knapp 3.000 Versorgungen
Insgesamt verlief der Einsatz für das Rote Kreuz verhältnismäßig ruhig. Das schon seit Jahren bewährte flexible Einsatzkonzept machte es möglich, auf die leicht erhöhte Anzahl von 2.950, zumeist ambulanten, Patienten adäquat zu reagieren. Für manche Besucher war eine weitere Abklärung im Krankenhaus Kittsee nötig, wodurch sich rund 180 Transporte im Laufe des Nova Rock ergaben.
Eigener Novarock-Fuhrpark
Neben dem Notarztwagen, den fünf Rettungswägen, dem Lkw und mehreren Mannschaftstransportwägen leistete der von Land Rover bereitgestellte Land Rover Discovery4 bei Verbindungs-, Material- und Inspektionsfahrten der Einsatzleitung mehr als dreihundert wertvolle Kilometer auf dem Gelände.
Einsatzleiter Markus Rausch: „Der Land Rover Discovery ist dank starkem Motor und robustem Chassis genau richtig für einen Einsatz im Gelände. Als Einsatzleiter muss ich in der Lage sein, jeden Ort schnell und sicher zu erreichen, um mir ein Bild von der Situation zu schaffen. Das Fahrzeug gab mir diese Flexibilität, es war ein wichtiger Bestandteil unserer Rotkreuz-Infrastruktur.“
Fotogalerie vom Novarock-Einsatz des Roten Kreuzes.
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