04.01.2012

Ski-Heil statt Hals- und Beinbruch

Rotkreuz-Tipps: Sicher durch den Skiurlaub

Nach einer Statistik des Institutes "Sicher leben" stehen jedes Jahr rund 2 Millionen Einheimische und 6 Millionen ausländische Skifahrer an Österreichs Skiliften, für rund 75.000 endet der Spaß auf den heimischen Pisten mit einem Unfall. 


Häufigste Unfallursachen sind selbstverschuldete Stürze, Kollisionen mit anderen Pistenteilnehmern machen nur einen Bruchteil der Pistenunfälle aus. Schuld am Sturz kann auch das Material sein, zum Beispiel eine schlecht eingestellte Bindung.


Die klassischen Skiverletzungen sind Kreuz- und Seitenbandrisse im Knie, beim Snowboarder hingegen Verletzungen der Arme. Neun Prozent aller Verletzungen passieren an Unterarm und Hand, in elf Prozent der Fälle ist der Kopf betroffen, in 13 Prozent der Unterschenkel. 16 Prozent entfallen auf die Hüfte, und bei 20 Prozent aller Opfer geht etwas in Schulter oder Oberarm zu Bruch.


Spitzenreiter der Knochenbrecher-Statistik ist aber das Knie, das in 31 Prozent aller Fälle der übermäßigen Belastung nicht standhält.


Risikogruppen: Junge Männer, ältere Frauen
Besonders gefährdet sind Männer um die dreißig, die sehr risikofreudig sind und sich selbst überschätzen. Bei den Frauen sind es die Skifahrerinnen ab vierzig, die oft nach einer längeren Kinderpause wieder mit dem Pistensport beginnen, wenig Übung haben und mit veralteten Skiern unterwegs sind.


Vorbeugen von Ski- und Snowboardunfällen


Pistenregeln: Die zehn Verhaltensregeln vom Internationalen Skiverband (FIS) sind der Maßstab eines ordentlichen Verhaltens des alpinen Skifahrers in aller Welt geworden. Sie haben zum Ziel, Unfälle auf Skipisten zu vermeiden.


Helm tragen: Fast jeder zehnte Pistenunfall endet mit einer Kopfverletzung. Neben der gebotenen vorsichtigen Fahrweise ist der Skihelm ein wichtiger Schutz, den Sie selbst in der Hand haben. Besonders Kinder und Jugendlich sollten Skihelme tragen, um schweren Verletzungen vorzubeugen 


Fitness ist wichtig: Schon vor der Skisaison ist Training in Form von Schigymnastik erforderlich, um die körperliches Voraussetzungen für den Pistensport zu haben. Dem besonders gefährdeten Kniegelenk ist auch besondere Aufmerksamkeit zu schenken.


Trockentraining für Anfänger:
 Ungeübte sollten einen Kurs besuchen, wo sie lernen, richtig hinzufallen. Am Beginn des Skitages und nach langen Bergfahrten ist Aufwärmen notwendig, um die Muskeln und Gelenke vorzubereiten.


Ausrüstung überprüfen: Nach einem Jahr im Keller sollten Skier und Snowboards einer professionellen Kontrolle unterzogen werden. Vor allem die Einstellung der Bindung sollte vor jedem Saisonstart überprüft und angepasst werden.

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