30.08.2017 10:11

Erste-Hilfe-Training auf der Friedensburg

Im Rahmen des EU-Aid-Volunteers-Trainings sind Personen aus der EU, die bereit sind, Freiwilligendienst im Bereich der humanitären Hilfe zu leisten, auf Burg Schlaining zusammengekommen, um sich einem intensiven Training zu unterziehen.

Erste-Hilfe-Training auf der Friedensburg

Das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, das auf Burg Schlaining im Bezirk Oberwart beheimatet ist, bietet seit vielen Jahren Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich an. Beim aktuellen Kurs lernen die jungen Menschen acht Tage lang in verschiedenen Szenarien, wie man sich in Krisengebieten richtig verhält, und wie man effektiv helfen kann.

 

Teil dieses Trainings ist auch der wichtige Bereich „Erste Hilfe“. Und so absolvierten die motivierten Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer Anfang August an vier Halbtagen einen Erste-Hilfe-Kurs. Das Besondere an diesem Kurs: Aufgrund des internationalen Teilnehmerkreises musste der Kurs in englischer Sprache gehalten werden – eine Herausforderung für die Trainerinnen Birgit Seper, Gerlinde Bilovits und Karin Rainer, die ihre Kurse üblicherweise auf Deutsch halten.

Insgesamt 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt, die in 4 Gruppen aufgeteilt wurden, übten sich ausführlich in Erster Hilfe.

 

Erste Hilfe im internationalen Vergleich

Die Kursteilnehmer (Griechen, Briten, Spanier, Franzosen, Ungarn, Italiener, Tschechen, Holländer, Deutsche, Österreicher, Schweden, Polen, Portugiesen, Iren, Dänen, Finnen, Bulgaren) waren sehr dankbar über die gelieferten Informationen. Viele von ihnen hatten noch nie zuvor einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Nur in Ungarn, Deutschland und Österreich sei es Pflicht, für den Führerschein einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren, berichteten die Teilnehmer. Auch in Schulen der anderen EU-Länder wird Erste Hilfe nicht unterrichtet.

 

„Am Ende einer Einheit erklärte uns eine Kursteilnehmerin aus Frankreich, sie habe beim Deutschen Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Dort würde jedoch auf die praktischen Übungen bei weitem nicht so viel Wert gelegt, und es standen auch keine Übungspuppen zur Verfügung“, schildert Trainerin Gerlinde Bilovits. „Es freut mich, als Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte natürlich, dass die Ausbildung in Österreich international gesehen so gut dasteht“, so Bilovits weiter. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man hier einen Beitrag leisten kann.“

 

Da die Kursteilnehmer vorab ein Online-Firstaidtraining absolviert hatten, lag der Schwerpunkt der Tätigkeit auf den praktischen Beispielen.

 

Eine positive Erfahrung für alle

„Die Dankbarkeit der Kursteilnehmer am Ende jeder Einheit bestätigte die Wichtigkeit unserer Informationen für ihre weitere Tätigkeit im Freiwilligendienst im Bereich der humanitären Hilfe“, zieht Bilovits eine positive Bilanz. „Es war für uns drei Trainerinnen eine tolle Erfahrung, bei diesem EU-Projekt mitzuarbeiten!“

 

Link: Friedensburg Schlaining

 

 

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