25.09.2017 15:07

Komplementäre Pflege in der Palliativ Care

Komplementär bedeutet ergänzend. Das heißt, dass es neben der schulmedizinischen Therapie viele weitere Möglichkeiten gibt, die Symptome der Palliativpatienten zu lindern. Im Landesverband gab es eine interessante Fortbildung zum Thema.

Komplementäre Pflege in der Palliativ Care

Mit heißen Wickeln, z.B. mit gekochten Kartoffeln, wohltemperierten Kompressen, Honigplatten oder Leinölflecken, und mit Topfenwickeln können die unterschiedlichsten Symptome erleichtert werden. Heilpflanzen und ätherische Öle kommen ebenfalls zum Einsatz. Häufig sind Schmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung ein großes Problem. Die Betroffenen und ihre Angehörigen können beraten und geschult werden, diese Anwendungen selbst durchzuführen. Ein positiver Nebeneffekt ist für die Betroffenen die Zuwendung, die sie dadurch erfahren. Die meisten Angehörigen sind froh, dass sie etwas für die Kranken tun können.

„Andrea Zangenfeind vom Palliativteam Hartberg/Vorau hat uns sehr anschaulich die verschiedenen Anwendungen nähergebracht und uns mit ihrer Begeisterung für die Sache angesteckt. Schon nach einer Stunde war keine Kursteilnehmerin ohne Wickel oder Kompresse. Heiße Kartoffelwickel im Nacken, Schmerzölkompressen an beliebigen Körperstellen, eingehüllt in Baumwolle und Schafwolle haben wir einen wirklich tollen, motivierenden Seminartag erlebt. Wir werden am Selbsttest die Möglichkeiten ausprobieren und im Team erarbeiten, welche Anwendungen wir an unsere Klienten weitergeben können“, schildert Koordinatorin Silvia Weiler.

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