Ausbildung „Special-Teams“ Hochinfektionstransporte

Obwohl in Österreich glücklicherweise relativ selten, kann es theoretisch jederzeit passieren, dass das Rote Kreuz hochinfektiöse Patientinnen und Patienten transportieren muss. Für diese besonderen Fälle wurden jetzt einige „Special-Teams“ ausgebildet.

 

Der Transport von infektiösen Patientinnen und Patienten ist Teil der Ausbildung zum Rettungssanitäter. Allerdings gibt es auch besonders ansteckende Krankheiten, die zusätzliche Schutzmaßnahmen erfordern. Diese Patientinnen und Patienten sollen künftig – falls solche Fälle eintreten – von spezialisierten und eigens geschulten Rettungsteams versorgt werden. Dafür fanden in Eisenstadt und Oberwart Schulungen statt.

 

Schulung kurz vor Weihnachten

Am Freitag, dem 19. Dezember 2014, wurden in Eisenstadt fünf Mitarbeiter auf diese heikle Thematik eingeschult. Sie hatten vorher bereits zwei theoretische Module absolviert, und hatten nun die Gelegenheit, unter der fachkundigen Anleitung von Mag. Martin WEILER MSc, eine Praxiseinheit direkt am Rettungsfahrzeug zu absolvieren. Martin Weiler von der Rotkreuz-Bezirksstelle Korneuburg ist ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet und hat als Mikrobiologie sowie als Mitarbeiter der ABC-Abwehrschule des Österreichischen Bundesheeres auch beruflich mit diesem Themenfeld zu tun.

Geübt wurden die exakte Vorbereitung des Einsatzfahrzeuges, das richtige Anziehen der Schutzausrüstung, die Koordination und Rollenverteilung im Team sowie das korrekte Ver- und Entladen des Patienten.

 

„In Österreich liegt derzeit glücklicherweise keine besondere Gefährdungslage für irgendeine hochinfektiöse Krankheit vor“, zeigt sich Schulungsleiter Franz Mandl erleichtert. „Aber man weiß nie, was einmal passieren könnte, und daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, bestmöglich vorbereitet zu sein.“

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