UNRA-Sanka und Hofrat Adalbert Riedl (1946)
UNRA-Sanka und Hofrat Adalbert Riedl (1946)

1946: Die Geschichte des Roten Kreuzes im Bezirk Güssing ist, wie die Geschichte des Burgenländischen Roten Kreuzes, eng mit dem Namen Hofrat Adalbert Riedl verbunden. Hofrat Riedl, damals Lehrer im Bezirk Oberpullendorf, gründete unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg das Rote Kreuz Burgenland. Dann wanderte er von Dorf zu Dorf und sprach mit Frauen und Männern, die im Krieg im Sanitätsdienst tätig waren und gewann viele für die Idee des Roten Kreuzes. Für die Führung der Ortsstellen konnte er viele Schulmeister gewinnen. Die Leitung der Bezirksstelle Güssing übernahm 1946 der damalige Bezirksschulinspektor Reg. Rat Josef Scharnagl. Da er sein Büro in Stegersbach hatte, war auch dort der Sitz der Bezirksstelle.

Mit 1. September 1946 trat Herr Eduard Malits das Amt des Bezirkssekretärs an. In der Hauptschule Güssing stand ihm ein Raum als Kanzlei zur Verfügung. Von hier aus betreute er auch den Bezirk Jennersdorf mit. Beide Männer erwarben sich große Verdienste um den Aufbau der Bezirksstelle. Zum selben Zeitpunkt übernahm Herr Johann Schabhüttl die Stelle des Rot Kreuz Fahrers. Vorderhand benützte er den dem Krankenhaus Güssing gehörenden Sanitätswagen, den die Deutsche Wehrmacht zurückgelassen hatte.

Am 1. Feber 1947 erhielt die Bezirksstelle vom Landesverband einen Ford-Sanka, ebenfalls ein Militärfahrzeug, zugewiesen. Im Monat wurden ungefähr 30 bis 40 Ausfahrten getätigt. Anfangs gestaltete sich die Versorgung der Kranken chaotisch, da das System der Krankenversicherung noch nicht recht funktionierte. 1947 wurde als zweiter Rotkreuz-Fahrer Franz Luksits eingestellt. 1948 erhielt die Bezirksstelle einen zweiten Sanitätswagen (UNRA-Sanka, ein Allradfahrzeug amerikanischer Produktion) zugewiesen.

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