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Sinnerfassendes Lesen gilt als Grundlage für das Lernpotential in anderen Fächern und als Chance für den weiteren Bildungs- und Berufsweg. Im Vergleichstest PIRLS 2011 – eine internationale Studie zu Lesekompetenz im Volksschulalter – liegt Österreich in der Rangliste vergleichbarer Länder auf dem letzten Platz (schlechter als im Vergleichsergebnis aus 2006), insgesamt 20% der Schüler in Österreich (4. Schulstufe) werden hier als leseschwach eingestuft. Entscheidend für die Lesekompetenz sind laut Studienergebnissen: die Bildung der Eltern, die Lese- und Lern-Situation zu Hause (eigenes Zimmer bzw. Lernplatz) sowie adäquate Literatur und Zugang zum Internet.*

*Zahlen PIRLS Bericht 2011 (BMUK, BIFIE), Auswertungen 2006-2011, nächste Auswertung geplant für 2016

 

Das Rote Kreuz organisiert diese Lesepatenschaften für Kinder, die Lesehilfe in Anspruch nehmen möchten, und denen es von Lehrern empfohlen wurde. Die Schüler werden von der Volksschule proaktiv identifiziert und von den betreuenden Lehrern vorgeschlagen.

 

Unterstützende Personen sind Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die ehrenamtlich mit den Kindern arbeiten und zur Weiterentwicklung beitragen. Dabei werden unter besonderer Bedachtnahme auf die pädagogischen und didaktischen Rahmenbedingungen der Zielgruppe die Leseschwächen erkannt und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Einzelnen spielerisch behoben. Hierbei kommt es zu keiner Unterscheidung zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund.

 

Eingesetzt werden vom Roten Kreuz ehrenamtliche Lesepaten, die, sofern sie über keine pädagogischen und didaktischen Grundvoraussetzungen verfügen, eine Einschulung erhalten, um einen nachhaltigen Erfolg bei den Kindern zu erwirken. Den Volksschulen werden Berichte über den Verlauf übermittelt, sodass ein Fortschritt nachvollzogen bzw. Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können.

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