Spenden seit 1.1.2017 automatisch absetzbar

Seit 1. Jänner 2017 gelten neue Regelungen für die Absetzbarkeit von Spenden und vereinfachen für Spender die Abwicklung.

Mit Jänner 2017 traten neue Regeln in Kraft, die das Bundesministerium für Finanzen erlassen hat. Dann müssen die Empfänger von Spenden Vorname(n), Nachname, das Geburtsdatum des Spenders und den Betrag an die Finanzbehörden melden, wenn die Spende von der Steuer abgesetzt werden soll. Die Berücksichtigung im Steuerakt geschieht dafür automatisch. Wer nichts absetzen will, verzichtet einfach auf die Angaben.

 

Die neue Regelung mache die Absetzbarkeit von Spenden viel einfacher, betont das Finanzministerium. Die Steuerzahler müssen sich nicht mehr selbst darum kümmern, wie bisher.

 

Datensicherheit wird groß geschrieben. Mit dem „verschlüsselten bereichsspezifischen Personenkennzeichen“ sei ausschließlich für das Finanzamt eine Zuordnung zu einer Person möglich, nicht jedoch eine Verknüpfung mit anderen Daten oder ein Zugriff durch andere Personen, Behörden oder Einrichtungen.

 

Weiter Informationen dazu unter www.spenden.at oder beim Spendenservice des Finanzministeriums unter https://www.bmf.gv.at/kampagnen/spendenservice.html

Information für Firmen

  • Unternehmen können Sach- und Geldspenden als Betriebsausgaben geltend machen

  • Höchstbetrag: 10% des Gewinnes des letzten Wirtschaftsjahres

  • Hilfeleistungen in Katastrophenfällen sind von Unternehmen nach § 4 Abs. 4 Z 9 EStG 1988 auch als Werbeaufwand abziehbar. Hier besteht keine Begrenzung mit 10% des Vorjahresgewinns.

  • Als Betriebsausgaben abgesetzte Spenden sind im Rahmen der Gewinnermittlung abzusetzen und auf Verlangen des Finanzamtes belegmäßig nachzuweisen.

Weitere Antworten rund um die Spendenabsetzbarkeit für Privatpersonen und Unternehmen bietet die Homepage des Finanzministeriums

 

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