Das Blutsicherheitsgesetz sieht als weitere Sicherheitsmaßnahme zur Verhütung der Übertragung von Infektionskrankheiten, wie z.B. AIDS, die Möglichkeit des „freiwilligen Selbstausschlusses vor. Das bedeutet, dass ohne Gruppenzwang (z.B. durch Familienangehörige, Freunde etc.)die Möglichkeit gegeben sein muss, vertraulich und ohne Einsichtsmöglichkeit durch Dritte mitteilen zu können, ob das gespendete Blut für Kranke und Verletzte verwendet werden kann oder nicht.

 

Jeder Blutspender sollte noch einmal sorgfältig überdenken, ob er möglicherweise ein Risiko eingegangen ist, sich mit einer übertragbaren Krankheit infiziert zu haben. Im Falle eines Zweifels darf der Blutspender sein Blut nicht für eine Übertragung an Patienten freigeben. Grund dafür ist, dass eine kürzlich erfolgte Infektion erst nach einiger Zeit im Labor nachgewiesen werden kann. In dieser Zeitspanne (diagnostisches Fenster), in der die Infektion schon bestehen, aber noch nicht nachgewiesen werden kann, liegt ein gewisses Restrisiko, das nur durch den Spender selbst eingeschränkt werden kann.

 

Wenn für den Spender auch nur der geringste persönliche Zweifel an der Verwendbarkeit der Blutspende besteht, so stehen folgende Möglichkeiten für den „ freiwilligen Selbstausschluss“ zur Verfügung:

 

  • Vertrauliches Gespräch mit dem Abnahmearzt der Blutspendeaktion
  • Vertrauliches Gespräch mit einem Mitarbeiter des Blutspende-Teams im Rahmen der Blutspendeaktion
  • Telefonischer Anruf in den Blutspendezentralen des Roten Kreuzes (möglichst innerhalb von 24 Stunden), Kontaktinformationen finden Sie hier: www.roteskreuz.at/blutspende/blut-im-detail/blutspendedienste/
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