Das Informationsgespräch der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland am 24. November 2012 fand wieder im Hörsaal am Südgarten der Medizinischen Universität Wien statt.

 

Univ.-Prof. Mag. Dr. Ernst Müllner hat den Eisenstoffwechsel anschaulich dargestellt. Hepcidin und Ferroportin sind nach seinem Vortrag jedem vertraut. Obwohl  die wissenschaftlichen  Kenntnisse in den letzten Jahren zugenommen haben,  bleiben  noch immer genügend weiße Flecken für zukünftige Forschungsprojekte übrig.

 

Univ.-Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic demonstrierte an Hand eines Fallberichts die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Hämochromatose. Die routinemäßige Bestimmung von Eisenstoffwechselparameter, einschließlich Ferritin, erleichtert heute die  Verdachtsdiagnose: Hämochromatose. Die häufigste Erbkrankheit in Österreich ist heute durch die Bestimmung der verantwortlichen Gene leicht diagnostizierbar. Auch gesunde Verwandte können  als Genträger identifiziert werden. Regelmäßige Aderlässe bzw. Blutspenden verhindern  die Eisenablagerung in den Geweben.

 

Hofrat Dr. Robert Kellner hat die für die Praxis wichtigen Hygienemaßnahmen beim Umgang mit Blut und Blutprodukten zusammengefasst.

 

Univ.-Prof. Dr. Sabine Eichinger-Hasenauer erläuterte, dass das vor einigen Jahren so beliebte Thrombophiliescreening als Routinemethode weitestgehend überflüssig geworden ist. Beeindruckend war die Zusammenfassung unzähliger Studien auf wenige markante leicht merkbare Eckdaten.

 

Univ.-Prof. Dr. Gerhard-Johann Zlabinger hat ein kompliziertes Kapitel der Immunologie - das Komplementsystem - so anschaulich dargestellt, dass auch die bittere Pille „hochkarätige wissenschaftliche Fortbildung“ gut ankam.

 

Dr. Christof Jungbauer beschrieb die Probleme, die durch Migration auf das Blutspendewesen zukommen,  und zeigte zukünftige Lösungsstrategien auf.

 

Vorträge zum Download

Eisenstoffwechsel

Hämochromatose

Hygienemaßnahmen beim Umgang mit Blut und Blutprodukten

Thrombophilie

Das Komplementsystem

Ethnische Diversität und deren Folgen für die erythrozytäre Versorgung von Patienten

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