Das 39. Informationsgespräch der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und Burgenland am 21. November 2015 fand wieder im Parkhotel Schönbrunn statt.

 

Univ.-Prof Dr. Peter SCHLENKE, Ordinarius für Transfusionsmedizin an der Karl Franzens Medizinischen Universität Graz, gab einen Überblick über die derzeitige Situation und die mögliche Zukunft verschiedener Anwendungsgebiete der Regenerativen Medizin.

 

Priv.-Doz. Dr. Martin ANDREAS, MBA, PhD, von der Universitätsklink für Herzchirugie der Medizinischen Universität Wien sprach über kardiovasculäre Homografts: den Einsatz allogener Aorten- und Pulmonalklappen, sowie über die Ross-Prozedur und die De-Endothelialisierung von allogenen Herzklappen.

 

Prof. Marek MIRSKI MD; PhD, Vorstand der Abteilung für Neuroanästhesiologie an der Johns Hopkins Medical University in Baltimore, Maryland, berichtete über restriktive und liberale Transfusionsstrategien für Erythrozytenkonzentrate beim Erwachsenen im Rahmen des allgemeinen Patient Blood Managements (PBM): die Vereinbarkeit der klinischen Daten mit best practice.
Review: Mirski MA, et al. Restrictive and liberal red cell transfusion strategies in adult patients: reconciling clinical data with best practice. Crit Care. 2015
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4419449/

 

Univ.-Doz. Dr. Michael GSCHWANTLER, Vorstand der 4. Medizinischen Abteilung des Wilhelminenspitals, Wien,  sprach über Hepatitis C und die ausgezeichneten Heilungsraten unter den neuen antiviralen Medikationen.

 

Dr. Markus M. MÜLLER, vom Deutschen Roten Kreuz, Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen und der Universitätsklinik der Goethe-Universität Frankfurt am Main, gab einen aktuellen Überblick über Nukleinsäure-Testung (NAT) und die Virus-Sicherheit von Blutprodukten.
Die NAT für HIV, HBV und HCV, zusätzlich zur serologischen Diagnostik, wurde in Deutschland und Österreich bereits in den 1990er-Jahren eingeführt und bewirkte eine weitere Verringerung des Transmissionsrisikos dieser Erkrankungen durch Bluttransfusionen, so liegt beispielsweise für HIV das Transmissionsrisiko derzeit bei etwa 1: 4,3 Mio.

 

Dr. Elisabeth SCHISTAL, vom Blutspendedienst des Österreichischen Roten Kreuzes, sprach über das RH-Blutgruppensystem, die polymorphen-, hoch- und niedrigfrequenten Rh-Antigene, sowie die ethnischen Besonderheiten dieses Systems. Es wurde über RhD-Varianten gesprochen und die Ergebnisse der RHD-Genotypisierung von 465 Patienten mit abgeschwächter RhD-Expression präsentiert.

 

Vorträge zum Download:

Programm

Homografts for the treatment of heart valve disease

Restrictive & Liberal Red Cell Transfusion

Therapie der chronischen Hepatitis C: Update 2015

NAT & Sicherheit von Blutprodukten

RH-System: Antigene, RhD- und CE-Varianten und deren praktische Bedeutung

socialshareprivacy info icon