RÜCKBLICK: Fortbildungsveranstaltung für Blutdepotbeauftragte 2011

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Die jährliche Fortbildungsveranstaltung für Blutdepotbeauftragte in der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und Burgenland fand auch 2011 an 2 Terminen (3. Mai und 7. Juni 2011)  statt. Wir freuen uns über den Rekordbesuch (124 TeilnehmerInnen aus 44 Krankenhäusern) und die hervorragende Bewertung. Das Interesse der Anwesenden zeigte sich in der regen Diskussion und den zahlreichen Anregungen in den Evaluationsbögen. Wir werden dies selbstverständlich bei der zukünftigen Programmgestaltung berücksichtigen.

 

Prof. Dr. Klaus Lechner gelang es nicht nur das schwierige Thema Hämolytische Anämien anschaulich zu präsentieren, sondern auch beim 2.Termin auf die brandaktuelle Problematik der EHEC- (Entero Hämorrhagische Escherichia Coli) Infektioneinzugehen. (Siehe aktualisierte Folien!) Das sehr selten zu beobachtende HUS (Hämolytisch Urämische Syndrom) ist bei der neuen Variante der E.Coli - Infektion , die derzeit in Deutschland grassiert, eine lebensbedrohliche Komplikation. Der Antikörper Eculizumab wird derzeit in diesen Fällen eingesetzt. Zugelassen ist dieses Medikament für die PNH( Paroxysmalen Nächtlichen Hämoglobinurie s. auch: http://www.roteskreuz.at/fileadmin/user_upload/PDF/Publikationen/Blut.at44.pdf)

 

Prof. Dr. Renate Heinz ging auf die verschiedenen möglichen Interaktionen zwischen dem Arzneimittel Blut und anderen Pharmazeutika ein.

 

Dr. Maya Winter überzeugte uns, dass Bluttransfusionen heute die sichersten Arzneimittel sind, vorausgesetzt, dass die strengen Auflagen bei der Spenderauswahl, der Verarbeitung der Produkte, aber natürlich auch bei der Indikationsstellung vor der Verabreichung, beachtet werden.

 

Prim. Dr. Gerald Ohrenberger informierte über das Transfusionsmanagement bei hochbetagten und multimorbiden Patienten, wobei er über reiche praktische Erfahrung durch seine Tätigkeit im Haus der Barmherzigkeit verfügt.

 

Dr. Gerda Leitner ist Expertin für die Stammzellspende. Sowohl bei der Verwandten- wie auch bei der Fremdspende zeigen die von ihr erhobenen Langzeitergebnisse, dass die Spende sicher ist.

 

Mag. Dr. Barbara Glock gelang es das trockene, aber für den Alltag sehr wichtige Thema der Transportlogistik anschaulich darzustellen.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen nützten auch in diesem Jahr viele Teilnehmer die Möglichkeit, die Blutspendezentrale zu besichtigen und im Labor Probleme zu diskutieren.

 

 

Alle Vorträge stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung:

 

Vortrag: Hämolytische Anämien (Lechner)

 

Vortrag: Medikamente und Bluttransfusion (Heinz)

 

Vortrag: Nebenwirkungen der Bluttransfusion (Winter)

 

Vortrag: Transfusionsmanagement bei geriatrischen Patienten (Ohrenberger)

 

Vortrag: Was Sie schon immer über Stammzellenspender wissen wollten (Leitner)

 

Vortrag: Transport (Glock)

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