Presseaussendung der IFRC zu den Übereinkünften bei der COP21

„Die Übereinkunft von Paris ist ein wichtiger Meilenstein, der eine angemessene Balance zwischen Klimaschutzmaßnahmen sowie Klimaschutzanpassung vermittelt“, so Garry Conille, Under Secretary General  der IFRC.

„Wir würdigen die Entscheidungsträger, dass sie Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt haben und zu einer Einigung gekommen sind, auf die unsere Gesellschaft so dringend gewartet hat und deren Umsetzung als absolutes Obligat gesehen wird“, fügte er hinzu.

Bei der COP21 wurde schließlich erkannt, dass klimabezogene Risiken mit unüberschaubaren Folgen stetig steigen und immer mehr Menschen darum nicht mehr in der Lage sind, ein menschenwürdiges Leben zu führen.

„Unsere Freiwilligen, die an vorderster Front stehen, erleben wie sich die Risiken des Klimawandels überproportional stark auf Gemeinschaften in betroffenen Regionen dieser Welt auswirken“, so Garry Conille.

2014 waren bereits 87 Prozent der Naturkatastrophen dem Klimawandel zuzuschreiben. Im Jahre 2013 waren alleine 22 Millionen Menschen von Klimaverschiebungen betroffen und man spekuliert, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf rund 250 Millionen Menschen steigen könnte.

„Dieses Abkommen muss die Interessen der verletzlichsten unserer Gesellschaft in seinem Kern implementiert haben“, so Conille. „Wir müssen in die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden investieren und ihnen helfen, sich an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anzupassen und präventiv mit Förderungen und ambitionierter Emissionsreduktion künftige Krisen vermeiden.“

Das finale Übereinkommen zielt darauf ab, im Idealfall einen Temperaturanstieg  um 1.5°C nicht zu übersteigen. Tatsächlich wird sich der Temperaturanstieg zwischen 1.5°C und 2°C einpendeln.

„Einschneidende Emissionsreduktionen werden notwendig sein um nicht an einen Punkt zu gelangen, wo Adaption an den Klimawandel keine Option mehr darstellt und Temperaturen unkontrolliert steigen werden“ fügte Conille hinzu.

Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond sind in über 190 nationalen Gesellschaften und 160.000 lokalen Niederlassungen tätig und somit ihrerseits verpflichtet, mit der Unterstützung von rund 17 Millionen Freiwilligen die Vereinbarungen von Paris umzusetzen.

„Die Rotkreuzbewegung wird Menschen in Krisensituationen immer zur Seite stehen – und besonders die verletzlichsten Gemeinschaften, die am schwersten zu erreichen oder in konfliktgeladenen Regionen ansässig sind, unterstützen. Aber mehr noch wollen wir, dass diese Krisen gar nicht erst entstehen, weshalb wir präventiv vorarbeiten müssen“ meinte Garry Conille.

„Wir begrüßen, dass Stärkungsmaßnahmen für gefährdete Gemeinden und Gruppen als zentrales Element hervorgehoben und als besonders wichtig erachtet wurden“ so Garry Conille.

Diese Woche startete die IFRC eine Initiative, wonach Partnerschaften von insgesamt bis zu einer Milliarde Menschen gebildet werden sollen, die aktive Schritte zur Risikominimierung und Stärkung für das Leben der am meisten Verletzlichen in die Wege leiten wollen um zu helfen, sich den Widrigkeiten des Lebens, darunter auch dem Klimawandel, anzupassen.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

In Paris:

Maarten Van Aalst, Director, Red Cross Red Crescent Climate Centre
Mobile: +31 6 150 86 199, Email: vanaalst(at)climatecentre.org

In Genf:

Benoit Carpentier, IFRC Team Leader for Public Communications

Mobile: +41 79 213 24 13, E-mail benoit.carpentier(at)ifrc.org

Reeni Amin Chua, IFRC Senior Communications Officer, Geneva

Mobile: + +41 79 708 6273, E-mail: reeni.aminchua(at)ifrc.org

 

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