Laos

Sauberes Wasser für Dörfer

Etwa 80 Prozent der insgesamt 5,5 Millionen EinwohnerInnen von Laos leben im ländlichen Raum. Besonders wegen der schlechten Versorgung mit sauberem Trinkwasser hat das südostasiatische Land eine der höchsten Säuglingssterblichkeitsraten der Region. Mit dem Bau von Trinkwassersystemen wird für DorfbewohnerInnen der kontinuierliche Zugang zu sauberem Wasser erreicht. Das bedeutet eine signifikante Verbesserung von Gesundheit und Hygiene.

 

Ein Trinkwassersystem versorgt ein Dorf wie etwa Houykhea mit 665 EinwohnerInnen oder Nongkeo mit 338 EinwohnerInnen mit sauberem Wasser. Dabei wird Wasser meist in einer Zisterne gesammelt, die erhöht liegt. Von dieser Zisterne werden Rohrleitungen in das Dorf verlegt. Je nach Größe des Dorfes gibt es an zentralen Stellen eine oder mehrere Wasserentnahmestellen, von denen die BewohnerInnen das Wasser holen können. Die Stelle um die Wasserhähne ist so gemauert, dass das Abwasser kontrolliert abfließen kann. Die DorfbewohnerInnen stellen Arbeitskraft, Beschaffung von lokal verfügbarem Material wie Sand oder Holz und ungefähr sechs Prozent der Finanzmittel zur Verfügung.

So hilft das Österreichische Rote Kreuz

Zwischen dem Laotischen Roten Kreuz und dem Österreichischen Roten Kreuz besteht seit 1997 eine enge Partnerschaft. Bisher wurden in den drei Provinzen Prabang, Bokeo und Oudomxay insgesamt 100 Trinkwassersysteme und 5750 Familienlatrinen für Dörfer in ländlichen Gebieten errichtet. In jedem Dorf übernehmen Frauen und Männer gleichermaßen Verantwortung und Aufgaben, um die gebauten Anlagen zu warten und so ihre dauerhafte Funktion zu gewährleisten.

CBHFA in den Dörfern Laos

In den nächsten drei Jahren werden die Aktivitäten auch auf neue Dörfer ausgedehnt. Seit Februar 2010 werden die Aktivitäten großteils von der Europäischen Union finanziert. Der verstärkte Fokus liegt auf der Entwicklung von Kapazitäten durch Community based Health and First Aid (wieder verlinken) Aktivitäten sowie begleitender Organisationsentwicklung der Lao Red Cross Branch. Es werden Rot Kreuz-Freiwillige sowie MitarbeiterInnen des Laotischen Roten Kreuzes in Grundlagen wie Erste Hilfe, Ursachen und Prävention von den am häufigsten vorkommenden Krankheiten und Hygiene geschult und laufend begleitet. Die gängigsten Krankheiten in Bokeo sind Atemwegserkrankungen, Durchfall, Denguefieber und Malaria. Im Notfall leisten die Freiwilligen Erste Hilfe und sorgen dafür, dass Schwerkranke in lokalen Kliniken versorgt werden. Zudem werden weitere Wassersysteme und Latrinen gebaut. Die Aktivitäten finden in allen fünf Bezirken der Provinz Bokeo statt. Ziel ist es das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zu steigern.

 

Kapazitätsaufbau

 


Um die Nachhaltigkeit der Projekte zu gewährleisten, besteht eine wesentliche Projektkomponente im kontinuierlichen Aufbau der institutionellen Kapazitäten des Lao Roten Kreuzes (Trainings, Ausbau der finanziellen Eigenständigkeit). Das ÖRK unterstützt mit seinem Gesundheitsprogramm den Nationalen Entwicklungsplan 2008-2010 der Laotischen Regierung und trägt damit zur Erreichungder Millennium Development Goals zu extremer Armut (MDG 1), verbesserter Gesundheit (MDG 4 und 5), und verbessertem Zugang zu sauberem Trinkwasser (MDG 7, Ziel 3) bei.

 

Das Projekt wird kofinanziert von:

Logo EU, Logo Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, Logo Österreichisches Rotes Kreuz – Landesverband Steiermark
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