Skihelm

Nie "oben ohne" auf die Skipiste

Skiunfälle nehmen aufgrund von höheren Geschwindigkeiten und immer mehr Alkoholeinfluss der Skifahrer zu und erreichen bereits ähnliche Dimensionen wie Motorradunfälle im Sommer. Viele der Verletzungen können laut Experten durch das Tragen eines Skihelms verhindert werden. Für unter 15-Jährige herrscht auf Österreichs Pisten Helmpflicht.

 

Kollisionen unter Skifahrern ziehen oft erhebliche Kopfverletzungen nach sich. Und diese lassen sich mit entsprechender Schutzausrüstung zu einem großen Teil vermeiden. Über Zusammenstöße, die ohne Skihelm zu einer Gehirnerschütterung führen würden, können Helmträger meist noch lachen und unverletzt weiterfahren. Und auch vor Stoß-, Stich- und Schnittverletzungen durch Ski, Stöcke oder Äste bietet ein Helm durchaus wirksamen Schutz. Dennoch ist Vorsicht geboten. Der Skihelm allein ist keine Freikarte für Raserei und unvorsichtiges Verhalten auf der Skipiste! Wenn ein Skifahrer mit 50 Stundenkilometer gegen einen Baumstamm prallt, hilft auch der beste Skihelm nichts mehr ...

Welche aber sind gute Skihelme?

Damit ein Skihelm auch etwas nützt, muss er vor allem gut sitzen. Als Regel gilt: Beim Anprobieren des Helmes das Kinnband offen lassen und den Kopf schütteln – hierbei darf der Helm weder wackeln noch verrutschen, dann passt er richtig. Helm und Skibrille müssen zudem gut zusammenpassen, damit das Blickfeld nicht eingeschränkt ist!

 

Gerade was die richtige Passform und die Möglichkeiten der Feinjustierung betreffen, gibt es bei den angebotenen Skihelmen oft große Unterschiede. Praktisch sind beispielsweise Verstellsysteme mit integriertem Kopfband und Dehnknopf. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Helmgröße in wenigen Sekunden exakt anpassen – vor allem für ungeduldige Kinder eine schlaue Lösung.

Schutz vor Kälte, Stöcke und Ästen

Skihelme schützen aber nicht nur bei Zusammenstössen, sie bieten auch Schutz vor Kälte. An warmen Frühlingstagen wiederum bieten Kühlsysteme gute Belüftung für den Kopf. Helme, die neben der europäischen Norm CE EN 1077 auch der amerikanischen ASTM 2040 entsprechen, bieten dank entsprechend kleiner Ventilationsöffnungen einen noch höheren Schutz vor Stichverletzungen durch Stöcke oder Äste.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Seit August 2009 gilt in den meisten Bundesländern Österreichs eine Skihelmpflicht für Kinder bis zum 15. Lebensjahr. Die einzelnen Landesgesetze schreiben TÜV-geprüfte Helme vor. Verantwortlich für die Einhaltung der Gesetze sind die Erziehungsberechtigten der Kinder. Eine Kontrolle der Helmpflicht hat die Politik im Gesetz allerdings nicht vorgesehen. Es wird auch keine Strafen für die Erziehungsberechtigten geben, wenn das Kind keinen Helm trägt. Durch das Gesetz soll in erster Linie ein Bewusstsein geschaffen werden, wie gefährlich das Skifahren oder Snowboarden ohne Helm für Kinder sein kann.

Weitere Informationen zur Helmpflicht in Österreich.

Helmpflicht

Minderjährige bis zum vollendeten 15. Lebensjahr müssen beim Befahren von Skipisten im Rahmen der Wintersportausübung einen handelsüblichen Wintersporthelm tragen.
 

Die Erziehungsberechtigten und Aufsichtspersonen haben für die Einhaltung dieser Verpflichtung im Rahmen ihrer Möglichkeiten Sorge zu tragen. Der Kopfschutz ist auch beim Fahren mit anderen Wintersportgeräten wie zum Beispiel Skibobs oder Rodeln auf präparierten Pisten zu tragen.



Die Helmpflicht gilt nur in folgenden Bundesländern: Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich, Kärnten, Burgenland und Wien. In Tirol und Vorarlberg gibt es derzeit keine gesetzliche Regelung. In Vorarlberg wurde lediglich eine öffentliche Empfehlung für das Tragen von Skihelmen ausgesprochen.



Kontrollen der Helmpflicht sind nicht vorgesehen. Es wird auch keine Strafe für die Erziehungsberechtigten geben, wenn das Kind keinen Helm trägt. Es soll nur bewusst gemacht werden, wie gefährlich das Skifahren oder Snowboarden ohne Helm für Kinder sein kann.


Bei Verstoß gegen die Helmpflicht könnte es jedoch im Falle eines Unfalls zu Problemen mit der Versicherung kommen, welche sich weigern könnte, die Unfallkosten zu übernehmen.

Quelle: www.austria.info

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