Fit durch den Winter

Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber
Im Winter breiten sich schnell Erkältungsviren aus. Nur wenn die Abwehr unseres Körpers in Topform ist, bleiben uns Grippe, Schnupfen und Husten erspart.
Die nebeligen, nasskalten Tage machen uns Jahr für Jahr aufs Neue zu schaffen. Schnupfen, Husten und Heiserkeit begleiten viele Menschen durch Herbst und Winter.
Abwehrkräfte stärken
Um gegen Erkältungsviren gewappnet zu sein, sollten Sie rechtzeitig Ihre Abwehrkräfte stärken. Vorbeugende Maßnahmen sind etwa Kneippkuren, die den Wärmehaushalt des Körpers aktivieren. Auch ausreichende Bewegung im Freien, frisches Obst und Gemüse sowie eine konsequente Händehygiene helfen, sich vor Erkältungen zu schützen.
Raus ins Freie!
Nicht das kalte Wetter verursacht im Herbst und Winter Erkältungskrankheiten, sondern die Wärme in den Wohnungen. Die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für die Attacke von Krankheitserregern. „Mindestens 30 Minuten pro Tag sollte man an die frische Luft gehen – auch wenn es kalt ist“, empfiehlt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Schreiber. „Wer warm angezogen bei Wind und Wetter ins Freie geht, regt den Kreislauf an und trainiert die Anpassungsfähigkeit des Organismus an niedrigere Außentemperaturen.“
Viel Obst und Gemüse
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Salat deckt den Vitaminbedarf im Winter. Wahre Vitaminbomben stecken in heimischem Wintergemüse wie Weißkraut, Kohl, Lauch, Zwiebel, Brokkoli, Sellerie und Karotten. Besonders wichtig zur Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte sind neben den Vitaminen C, A und E auch die Mineralstoffe Magnesium, Selen, Eisen und Zink.
Hände waschen
Erkältungsviren tummeln sich auf Türklinken und Telefonhörern. Indem Sie die Hände vom Gesicht fernhalten und sie häufig waschen, senken Sie nicht nur Ihr eigenes Ansteckungsrisiko, sondern schützen auch Familienangehörige und Kollegen. Für unterwegs können Handdesinfektionsmittel sinnvoll sein.
Egal ob Sommer oder Winter, Viren lösen Erkältungen aus. Übertragen werden sie durch Tröpfcheninfektion, beim Händeschütteln, Niesen oder Husten. Zur Infektion der Kontaktperson kommt es, wenn die Erreger auf die Schleimhäute – meist des oberen Atemtrakts – gelangen und sich dort vermehren.
Besondere „Gefahrenzonen“ für die Übertragung sind Orte, an denen sich viele Menschen auf engem Raum befinden – wie zum Beispiel im Flugzeug oder in der U-Bahn. Vermeiden lässt sich die Ansteckung am besten, indem man versucht, sich nicht anhusten oder anniesen zu lassen.
Heiß-kalt
Der Wechsel von heiß und kalt härtet ab. „Durch heiß-kalte Duschen, Saunabesuche und Kneipp-Güsse dehnen und weiten sich die Blutgefäße – ein ideales Training für die Fähigkeit des Organismus, sich an wechselnde Temperaturen anzupassen“, so Dr. Schreiber. Macht sich eine Erkältung
bemerkbar, verbessert ein heißes Fußbad die Blutversorgung des ganzen Körpers.
Sprechstunde mit …
... dem Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes, Dr. Wolfgang Schreiber.
Er ist Oberarzt der Universitätsklinik für Notfallmedizin am Allgemeinen Krankenhaus in Wien und ao. Universitätsprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Zu seinen wichtigsten Aufgaben im Roten Kreuz zählen die permanente Überprüfung und Anpassung der Lehrmeinung, der Inhalte und Kursformen für die „Erste Hilfe“ und die „Sanitätshilfe“.
Noch Fragen?
Haben Sie nach Fragen an unseren Chefarzt Dr. Schreiber? Dann schreiben Sie bitte einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Sprechstunde mit ...” an service@roteskreuz.at.
