Millionen von Menschen verhungern

Freiwillige Helfer des Somalischen Roten Halbmondes stellen für mangelernährte Kinder Nahrungsmittelergänzung zur Verfügung.
©Arie Kievit /Netherlands Red Cross


BILDERGALERIE: OSTAFRIKA KÄMPFT GEGEN DEN HUNGER

 

2017 könnte als ein trauriges Jahr in die Geschichte eingehen, in dem ein Teil der Weltbevölkerung schlichtweg hungert und verhungert, wenn wir nichts unternehmen. Das Leben von Millionen von Menschen in Ostafrika  steht auf dem Spiel und es ist fünf vor 12, wie das  Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) weiß.

JemenSomalia und Kenia stehen kurz vor Hungerkatastrophe, warnt das IKRK ebenso wie andere Hilfsorganisationen. Es bleiben nur noch drei bis vier Monate Zeit, um ein Massensterben zu verhindern. Laut den Helfern sind über 20 Millionen (!) Menschen von der Hungersnot bedroht. Schuld an der Katastrophe ist unter anderem die Dürre, die die Ernten zerstört haben. Dazu kommen kriegerische Auseinandersetzungen, die die Ernährungssituation verschärfen. Neben schlechten Ernten und Krieg sind vor allem Kinder Opfer der oft tödlich verlaufenden Cholera. 

Auch in Kenia sorgt die Dürre für eine große Hungersnot. Drei Millionen Menschen sind alleine in diesem Land auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen um zu überleben, da Ernten ausgeblieben sind und Vieh verendet ist. Gleichzeitig steigen die Preise für die knapper gewordenen Lebensmittel an. "Die Lage wird jeden Tag schlimmer. Die Zahl mangelernährter Kinder steigt stetig an", so das kenianische Rote Kreuz. Auch der Zugang zu Trinkwasser ist schwieriger geworden. 

"Uns fehlen die Worte, um die Situation in den betroffenen Gebieten in Kenia und der übrigen Region zu beschreiben", so Fatoumata Nafo-Traore von der Rotkreuz-Föderation. Die Trockenheit hat auch die Spannungen zwischen verschiedenen Viehzüchter-Gemeinschaften verschärft. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden seit Dezember mindestens 30 Menschen getötet.

In diesem Jahr würden allein vom Roten Kreuz noch 277 Millionen Euro an Spendengeldern benötigt, um die Arbeit in den beiden Ländern Jemen und Somalia und anderen Krisengebieten wie Südsudan und dem Nordosten Nigerias fortsetzen zu können. 

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