displaced irak

Ein schwerer bewaffneter Konflikt im Norden des Iraks treibt hunderttausende Familien in die Flucht. Besonders die Angehörigen der Minderheit der Jesiden sind in Gefahr. Väter, Mütter und Kinder versuchen sich vor den Gewalttaten einer islamistischen Miliz in Sicherheit zu bringen.

Häuser, Spitäler und ganze Städte wurden zerstört. „Verwundete haben kaum Zugang zu medizinischen Einrichtungen“, berichtet der IKRK-Delegierte Saleh Dabbakeh aus Bagdad. „Viele Vertriebene haben Unterschlupf bei Verwandten gefunden – manche haben drei bis vier Familien aufgenommen.“

Das  IKRK versucht Flüchtlinge und Gastfamilien gleichermaßen zu unterstützen und  mit Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen.  „Die Wirtschaft liegt in dieser Region am Boden, die Gastfamilien brauchen Unterstützung.“

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt die Aktivitäten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) im Nordirak. Das IKRK leistet zusätzlich zur Verteilung von Hilfsgütern medizinische Hilfe in den Städten Erbil, Mosul und Kirkuk.

 

„Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt diese Hilfe mit 25.000 Euro“, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. „Das ist ein erster Schritt. Wir hoffen natürlich, dass viele Menschen unserem Spendenaufruf folgen. Was sich derzeit abspielt, ist eine Flüchtlingstragödie, der man nicht tatenlos zusehen darf.“

Video-Bericht aus Bagdad

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