Wasser ist Leben

Water at Obongi water site
Noch immer haben neun Prozent der Menschen auf der Welt kein sauberes Wasser.

Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, mehr als doppelt so viele haben keine Möglichkeit, sanitäre Einrichtungen, wie wir sie kennen, zu benutzen. Düstere Prognosen sagen voraus, dass sich zukünftige Kriege um die Ressource Wasser drehen werden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie hart umkäpft der Zugang zu Wasser in einigen Teilen der Erde ist. Denn auch wenn wir es uns im wasserreichen Österreich nicht vorstellen können: Jeden Tag rund um die Uhr und in allen Lebenslagen sauberes Wasser zur Verfügung zu haben, ist keineswegs selbstverständlich.

Ungleiche Wasserverteilung

Eine saubere Toilette mit fließendem Wasser sind nur für 40 Prozent der Weltbevölkerung Alltag, nur 66 Prozent der Schulen haben sanitäre Anlagen, die diesen Namen auch verdienen. Bei der Verfügbarkeit von Wasser gibt es weiterhin enorme Ungleichheiten zwischen dem Westen und weniger entwickelten Ländern. Laut Weltgesundheitsorganisation stirbt jede Minute ein Baby wegen verschmutzten Wassers oder einer ungesunden Umgebung. Weltweit fließen rund 80 Prozent der Abwässer ungeklärt in die Umwelt - hier gibt es besonders großen Handlungsbedarf.

Die Folgen von unzureichendem Zugang zu sauberem Wasser liegen auf der Hand: Magen- und Darmerkrankungen durch mangelnde Hygiene und Flüssigkeitsmangel ist vor allem für schwache Menschen und Kinder lebensbedrohlich. Dazu kommen die kilometerlangen Wege, die vorwiegend Kinder und Frauen auf sich nehmen müssen, um zu Wasser zu gelangen. Tausende Kinder verbringen ihre Zeit auf langen Fußmärschen anstatt in der Schule, um Wasser für ihre Familien zu holen. Das Ziel, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben, ist immer noch in weiter Ferne - aktuell geht man davon aus, dass es noch mindestens bis 2057 dauern wird, bis dieses Ziel tatsächlich erreicht wird.

Das Rote Kreuz hilft

Das Rote Kreuz hilft sowohl nach Naturkatastrophen als auch in Regionen, in denen chronischer Wassermangel herrscht. Da der Zugang zu sauberem Wasser und verbesserten sanitären Anlagen ein permanenter Bedarf ist, legt das ÖRK den Schwerpunkt auch auf langfristige Projekte, mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Katastrophenvorsorge. Die Organisation hat Erfahrung in der Umsetzung von Wasser- und Sanitärprojekten zum Beispiel in Ruanda, Südsudan, Kenia, Äthiopien und Eritrea. Im Rahmen der Katastrophenhilfe wurde im Februar eine große Trinkwasseraufbereitungsanlage nach Uganda entsandt, wo es die größte Flüchtlingskrise Afrikas zu bewältigen gilt. Täglich treffen dort tausende Flüchtlinge aus dem Südsudan ein, wo Bürgerkrieg herrscht. Die Delegierten des ÖRK liefern Wasser in das Flüchtlingscamp Rhino im Norden des Landes, in dem mehr als 80.000 Menschen leben. Die Wasserquelle ist ein Nebenarm des Weißen Nil, in dem die Menschen sonst auch baden, Wäsche waschen und ihr Vieh tränken.

Weltwassertag 2017 in Bildern (alle Fotos ©Rose & Sjölander/IFRC)

Dzaipi Refugee camp, Adjumani, Uganda
Wasser ist Leben.
Dzaipi Refugee camp, Adjumani, Uganda
Dazu braucht es das Know How von Experten.
Das Rote Kreuz hilft z.B. in Uganda bei der Aufbereitung von Wasser.
Besonders von Wasserknappheit betroffen sind auch Flüchtlinge, wie hier in Uganda.
Wasser sollte keine Luxusware sein, sondern Alltag.
Hand washing Imvepi Reception Centre
Hygiene und Gesundheit sind direkt mit dem Zugang zu Wasser verknüpft.
Water at Obongi water site
Wasseraufbereitungsexperten unterstützen die lokale Bevölkerung.
Dzaipi Refugee camp, Adjumani, Uganda
Rotkreuz-Mitarbeiter in Uganda.
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