Flüchtlingshilfe

Menschen auf der Flucht
sind Menschen in Not

 

Seit Anfang 2015 haben rund 1,2 Millionen Menschen auf der Flucht Europa auf dem Seeweg erreicht. Die Mehrzahl der Menschen kam auf dem zentralen Mittelmeerweg (Libyen-Italien) und über die Ägäis (Türkei-Griechenland) in Europa an. Die Schließung der Grenzen führt in Griechenland zu einer humanitären Notsituation mit derzeit mehr als 53.000 auf der Flucht gestrandeten Menschen.

Die RKRH-Bewegung arbeitet in 28 europäischen Ländern für Menschen auf der Flucht. Das Gesamtvolumen der Hilfe liegt bei rund 240 Millionen Euro. In den europäischen Zielländern von Menschen auf der Flucht liegt der Schwerpunkt der RK-Arbeit in Unterbringung und Betreuung sowie Integrationsaktivitäten. Der Schwerpunkt der Nothilfe-Aktivitäten liegt in Griechenland, wobei die nationalen Gesellschaften der Transitländer wie Serbien, Kroatien und Mazedonien in Bereitschaft für Änderungen der Lage stehen.

Das ÖRK hat sich an der europäischen Operation mit einem Gesamtvolumen von rund 1,2 Millionen Euro beteiligt. Derzeit engagiert sich das ÖRK vor allem in Griechenland – gemeinsam mit seinem Partner dem Griechischen Roten Kreuz: ein medizinisches Team des ÖRK arbeitete von März bis Mai im Camp in Idomeni, Experten für Wasser- und Siedlungshygiene arbeiten in anderen Camps in Nordgriechenland.

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Familienzusammenführung, Suche nach Vermissten und rechtliche Vertretung
Bei der Familienzusammenführung werden anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte bei der Wiedervereinigung mit Angehörigen ihrer Kernfamilie beraten und begleitet. Aber auch bei der Suche nach vermissten Familienangehörigen, der Integration von Migranten sowie im ständigen intensiven Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern Österreichs hilft das Österreichische Rote Kreuz. Unsere Experten aus dem Rechts- und Migrationsbereich vertreten Asylwerber kostenlos vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Wir sind da, um zu helfen
Menschen auf der Flucht sind Menschen in Not, die ein Recht auf würdevolle Behandlung und menschliche Versorgung haben. Ob Menschen in unserem Land Asyl erhalten oder nicht, ist keine Entscheidung, die das Rote Kreuz trifft. Es gibt ein rechtsstaatliches Verfahren, in dem der Asylantrag individuell bearbeitet wird. Am Ende entscheidet der Staat über den Status des Betroffenen. Allerdings setzt sich das Rote Kreuz mit allen verfügbaren Ressourcen dafür ein, dass Personen, die Zuflucht in Österreich suchen, in jeder Phase dieses Verfahrens menschenwürdig behandelt und versorgt werden. Helfen auch Sie!

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