August 2002 Hochwassereinsatz für das Rote Kreuz im Bezirk Korneuburg. Am Freitagnachmittag waren 14 Zivildienstleistende damit beschäftigt, Sandsäcke zu füllen und für den Einsatz vorzubereiten. Mit dem geländetauglichen Pinzgauer wurde

Von Hochwasser, Murenabgängen und anderen Unwetterkatastrophen bleibt auch Österreich nicht verschont. Die betroffenen Menschen müssen geborgen, mit medizinischer Hilfe und Nahrungsmitteln versorgt werden und brauchen eine Notunterkunft. Die Rotkreuz-Hilfseinheiten (RKHE) stellen eine österreichweit einheitliche Definition der Hilfseinheiten zur Bewältigung von regionalen und nationalen Großschadens- und Katastrophenereignissen im Roten Kreuz dar. Sie sind in folgende Bereiche unterteilt:

  • Führung
  • Evaluierung
  • Logistik (Kommunikation)
  • Sanitätshilfsstelle (SanHiSt)
  • Mobiles Sanitätsteam
  • Suchhunde
  • Verpflegung
  • Unterkunft (Technik und Stromversorgung)
  • Mobile Beleuchtung
  • (ABC Selbstschutz)
  • Psychosoziale Betreuung


Mitarbeiter der Rotkreuz-„Schnelleinsatzgruppen“ sind permanent in Bereitschaft und für den Katastrophenfall gerüstet. Sanitätshilfsstellen (SanHiSt) verlegen einen Teil der medizinischen Versorgung vom Spital direkt an den Ort des Geschehens. Sogenannte medizinische Großunfall-Sets (MEGUS) erlauben die rasche Bergung und Versorgung einer Vielzahl von Patienten.

Mit einem MEGUS besteht die Möglichkeit, notärztliches Versorgungsmaterial für Schwerverletzte und Sanitätsmaterial für die Versorgung von Leichtverletzten ohne erhebliche Zeitverzögerung an jedem Unfallort zusammenzuziehen. Die dabei zum Einsatz kommenden Rotkreuz-Hilfseinheiten sind auf die Versorgung von mindestens 25 Patienten pro Stunde ausgelegt. Jedes Set besteht aus:

  • Rettungs- und Trageset
  • Behandlungsset mit Medikamenten- und Verbandsstoffkisten
  • Notarztrucksäcken
  • Betreuungs- und Überwachungseinheit (Betten, Decken, Beleuchtung, EKG etc.)
  • Laptop
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