Rotkreuz-Helfer in Bangladesch

Zwischen Ende August und Ende Oktober sind über 600.000 Menschen von Myanmar über die Grenzeins arme Nachbarland Bangaldesch geflüchtet. In der Grenzregion befanden sich schon zu diesem Zeitpunkt über 210.000 Flüchtlinge. Die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten sind vollständig von humanitärer Hilfe abhängig. Besonders traurig: Zwei Drittel von ihnen sind Frauen und Kinder.

Herausforderung Wasser

Neben dem erschwerten Zugang zu den Hilfsbedürftigen, ist vor allem die Versorgung mit Wasser eine große Herausforderung für die Helfer. Durch die quasi nicht vorhandene Abwasserentsorgung werden zu seichte und nicht geschützte Trinkwasserquellen verunreinigt. Die Ausbreitungsgefahr von Infektionskrankheiten und Seuchen ist enorm. Deshalb unterstützt das ÖRK das internationale Helferteam vor allem in diesem Bereich.

215 Rotkreuz-Freiwillige vor Ort

Bislang konnten die Rotkreuz-Partner 21.000 Decken kaufen, 16.500 Haushalte mit Material zum Bau von Notunterkünften versorgen, ein Feldspital mit 60 Betten errichten, rund 80.000 Liter sauberes Trinkwasser ausgeben, 254.000 Lebensmittelpakete verteilen, 2.160 Menschen mit vermissten Familienmitgliedern vereinen, 94.000 Hygiene Pakete ausgeben und 9.500 Menschen medizinisch behandeln. Als einzige der Internationalen Organisationen ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) auch im Rakhine State in Myanmar sowie im Niemandsland zwischen den beiden Ländern tätig.

ÖRK im Wasserbereich aktiv

Das ÖRK unterstützt die Notleidenden seit September vor allem durch die Entsendung von so genannten "Emergency Response Units (ERU)", also Experten in Sachen Trinkwasseraufbereitung. Das schwedisch-österreichische Team kümmert sich vor allem um die Analyse der Qualität des vorhandenen Trinkwassers und entwickelt Systeme zur Aufbereitung von sicherem Trinkwasser auf dezentraler und Haushaltsebene, um im Falle von Epidemien und Seuchen vorbereit zu sein. Darüber hinaus werden Tiefbrunnen gebohrt, um in der bevorstehenden Trockenzeit überhaupt Wasser zur Verfügung zu haben. Weiters werden Camp-Bewohner darin geschult, den Bereich rund um Wasserquellen sauber zu halten und in der Reparatur und Instandhaltung von Handpumpen.

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