Nothilfe für Flüchtlingsfamilien in Jordanien

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Seit Ende des Jahres 2013 liegt die Zahl syrischer Flüchtlinge in Jordanien relativ konstant bei 570.000-580.000 Menschen. Über 80 Prozent der Flüchtlinge leben außerhalb von Flüchtlingscamps bei Gastfamilien, in Garagen, Zimmern, Wohnungen, Häusern und in immer mehr informellen Camps.

 

Die Flüchtlinge dürfen in Jordanien grundsätzlich nicht arbeiten und müssen dennoch Kosten für vor allem Unterkunft und Nahrungsmittel aufbringen. Die meisten Flüchtlingsfamilien mussten ihr Hab und Gut auf der Flucht aus ihrer unsicheren Heimat zurücklassen. Sie verfügen zudem kaum über finanzielle Reserven.


Die Flüchtlingsfamilien verschulden sich und können die Miete und die Dinge des täglichen Bedarfs nicht mehr bezahlen. Ausgaben für Gesundheit, Schule und Nahrungsmittel werden daher massiv reduziert und führen zu einer bedrohlichen Verschlechterung der Lebenssituation.


Das Rote Kreuz hilft mit einem sehr effizienten, schnellem und zielgenauem Mechanismus: Besonders bedürftige syrische Familien in Jordanien erhalten durch das Rote Kreuz finanzielle Notzuschüsse. Damit können sie die Lebenshaltungskosten - vor allem Mietausgaben, lebensnotwendige Nahrungsmittel und Haushaltswaren - für vier Monate decken.


Die monatlichen Zuschüsse werden durch den Jordanischen Roten Halbmond und das IKRK abgewickelt und unterstützen 8.000 Familien. Im Flüchtlingscamp Azraq betreibt die Rotkreuz-Bewegung ein Feldspital mit 120 Betten.

 

Berichte über das Notzuschuss-Programm in Jordanien:

 

Eine Plastikkarte voll Hoffnung: Lesen Sie, wie dieses Nothilfe-Programm syrischen Familien hilft, ihren Alltag zu bestreiten.

 

Lichtblick im Schatten des Krieges: Wie die kleine Sulaf und ihre Familie mit den Notzuschüssen über die Runden kommen.

 

 

Erfolgreicher Abschluss

 

Bis Ende des Jahres wurden 1.604 (geplant 1.600) Familien mit finanziellen Notzuschüssen unterstützt – das entspricht 7.058 Flüchtlingen. Das Programm wurde in Jerash und Ajloun durchgeführt und auf Irbid ausgedehnt.

 

82 Prozent der Flüchtlingsfamilien nutzten die Notzuschüsse ganz oder teilweise (wie geplant) um die Unterhaltskosten abzudecken. Ein weiterer großer Teil wurde in Nahrungsmittel investiert. Die Nutzung von Bankomatkarten hat sich als sehr effizient und sicher erwiesen.

 

Dieses Projekt wird gefördert von: Nachbar in Not, Landesregierung Tirol, Stadt Wien, Landesregierung Oberösterreich.

 

Für die Zukunft

 

Das erfolgreiche Programm soll fortgeführt werden, dabei stellt sich die Finanzierung als größte Herausforderung dar. Das Rote Kreuz arbeitet an einer Anschlussfinanzierung.

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