Blutversorgung sicherstellen

Das ÖRK unterstützt bei der Blutversorgung syrischer Flüchtlinge im Libanon.
©Lebanese Red Cross

Am 1. April 2017 startete das Nothilfeprojekt "Sicheres Blut für syrische Flüchtlinge im Libanon". Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) unterstützt unsere Schwestergesellschaft im Libanon finanziell beim Ankauf dringend benötigter Blutprodukte. "Alle 4 Minuten braucht im Libanon jemand Blut, entweder auf Grund eines Unfalls, im Zuge einer Operation oder zur Behandlung einer Krankheit," weiß die Steirerin Lisa Taschler, die seit März 2017 die ÖRK-Unterstützung für das Libanesische Rote Kreuz von Beirut aus koordiniert. Neben dem Ambulanzdienst ist das Blutspendewesen ein hauptsächlicher Leistungsbereich des Libanesischen Roten Kreuzes. "Mit diesem Projekt verbessern wir die Gesundheit syrischer Flüchtlinge und der libanesischen Bevölkerung. Wir unterstützen auch die Kapazitäten des Libanesischen Roten Kreuzes, um auf gesteigerten Hilfsbedarf durch die Syrienkrise professionell, schnell und qualitativ hochwertig reagieren zu können."

Das Projekt läuft bis Dezember 2017 und der Großteil der medizinischen Hilfsgüter kommt Menschen im Norden des Landes zu Gute, wo sich besonders viele syrische Flüchtlinge aufhalten. Im Libanon ist heute jeder Dritte ein Flüchtling. Konkretes Ziel des Projekts ist es, die Gesundheit von 6.000 syrischen Flüchtlingen und Menschen aus der libanesischen Bevölkerung zu verbessern, indem sie mit sicheren und kostenlosen Blutprodukten versorgt werden. Von sicheren Bluttransfusionen profitieren speziell drei verwundbare Personengruppen: (Chronisch) Kranke, Verwundete sowie Personen mit hämatologischen Erkrankungen.

Diese Kooperation mit dem Libanesisches Roten Kreuz knüpft an ÖRK-Nothilfeprojekte im Rahmen der Syrienkrise seit 2013 an und ist erste Projekt der Internationalen Zusammenarbeit im Bereich Blutspendewesen.

Das Projekt über EUR 200.000,- wird von Nachbar in Not finanziert.

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