07.09.2017 10:42

Hurrikan Irma: Helfer sind bereit

Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h bedroht rund 31 Millionen Menschen.

Hurrikan Irma: Helfer sind bereit
Das Rote Kreuz bereitet sich auf das Schlimmste vor.©redcross.org

Der Hurrikan Irma hat auf seinem Weg durch die Karibik nur Verwüstung hinterlassen. Auf der Insel Barbuda sind 90 Prozent der Häuser beschädigt worden, jeder zweite ist obndachlos. Und der Sturm zieht mit voller Gewalt weiter.

Die Helfer stehen in den Startlöchern, denn die Bedrohung durch Hurrikan Irma, der sich über dem Atlantik zu einem Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h entwickelt hat, ist enorm. Konkret sind 31 Millionen Menschen in Gefahr. Momentan steuert Irma auf die Turks- und Caicosinseln (31.500 Einwohner), Kuba (11,5 Mio. Einwohner), die Bahamas (390.000 Einwohner) und Florida/USA (20 Mio. Einwohner) zu. Meterhohe Wellen und starker Niederschlag werden die Inselstaaten vor gewaltige Herausforderungen stellen.

Zunächst dürften die Dominikanische Republik und Haiti an ihren nördlichen Grenzen von Irma nur gestreift werden. "Die Vorhersagen sind sehr beunruhigend", sagt Rotkreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum. "Der Bedarf an Nothilfe wächst mit jeder Stunde und das Rote Kreuz bereitet sich auf Hilfseinsätze vor. Auch eine Anforderung internationaler Unterstützung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden."

Die Rotkreuz-Gesellschaften vor Ort sind bereits mit Freiwilligen aktiv geworden, haben begonnen die Bevölkerung zu warnen und Telefonhotlines einzurichten. Bereits im Vorfeld war mit Programmen die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung bei Naturkatastrophen gestärkt worden. Das Rote Kreuz erwartet große Auswirkungen auf zum Teil sehr isolierte Inseln. Es wird eine logistische Herausforderung sein, verlässliche Wege für Hilfslieferungen zu finden.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat 120.000 Schweizer Franken für Maßnahmen auf Antigua, Barbuda sowie St. Kitts und Nevis bereitgestellt. In Panama und der Dominikanischen Republik wurden Lager mit Hilfsgütern eingerichtet. Weiteres Hilfspersonal steht für Entsendungen nach Haiti, Trinidad und Tobago und in die Dominikanische Republik bereit.

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