Blutbeutel mit einer Multikomponentenspende

Bei der Multikomponentenspende spenden Sie nicht Vollblut, sondern jeweils den Blutanteil, den die meist schwerstkranken PatientInnen am nötigsten brauchen.

Blutplättchen (Thrombozyten)

Bei schwersten Erkrankungen, wie Leukämie und anderen Krebsleiden, aber auch bei großen Operationen und nach Verkehrsunfällen benötigen die PatientInnen Thrombozyten. Diese sind zur Bildung des Wundverschlusses unbedingt notwendig. Im Rahmen einer Intensivbehandlung und der Therapie von bösartigen Tumoren werden Thrombozytenkonzentrate benötigt.
Bei der Thrombozyten-Spende wird dem/der SpenderIn nur eine bestimmte Menge Blutplättchen und Plasma entnommen. Der übrige Teil des Vollblutes wird in den Blutkreislauf zurückgeführt. Die Thrombozyten-Spende bedeutet für Spenderinnen und Spender einen Zeitaufwand von ca. ein bis eineinhalb Stunden - vor der Spende ist eine Voruntersuchung, bei der auch für Sie wichtige Befunde (z.B. Blutbild, Blutzucker, Nierenwerte, Blutfette, EKG) erhoben werden, durchzuführen.
Sie können, falls Sie es wünschen, alle zwei Wochen zur Spende kommen.
Die Thrombozytenspende ist für den/die SpenderIn lediglich zeitaufwendig, kommt aber besonders Schwerstkranken zugute, deren weitere Therapie und Überlebenschance sehr oft vom einzelnen Spender abhänghängen.

Erythrozytenkonzentrate

Vor allem Unfallopfer oder PatientInnen mit schweren Blutungen benötigen oft eine große Menge an Erythrozyten-Konzentraten. Erythrozyten (rote Blutkörperchen) transportieren den Sauerstoff zu den Zellen. Manchmal werden über 100 Konzentrate für einen Patienten benötigt. So kann es bei seltenen Blutgruppen zu einem Engpass kommen.
So wie bei der Thrombozytenspende können auch zwei Erythrozyten-Konzentrate bei einem Blutspendetermin maschinell gewonnen werden. Die maximale Spendeanzahl pro Jahr ist gleich der Vollblutspende.
Sollten Sie bereit sein, in Zukunft manchmal Ihre Blutspende am Zellseparator zu leisten, würden Sie für zwei Spenden nur einmal kommen müssen! Auf diese Weise würden Sie neben der wirklich guten Tat sozusagen einmal den Weg sparen und gleichzeitig bei dringendem Konservenbedarf die Versorung der PatientInnen sicherstellen. Die Anzahl der Spenden bleibt gleich (6 Konserven pro Jahr bei Männern und 4 bei Frauen).

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