Von Katastrophen gezeichnet

Äthiopien - Lebensmittelverteilung durch das Rote Kreuz

 

Äthiopien, eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, ist in besonderem Maße katastrophenanfällig. Wiederkehrende Überschwemmungen und Dürren haben unzureichende Ernteerträge und damit chronische Nahrungsmittel-knappheit zur Folge. Zusätzlich verschärft wird die Armut der Menschen durch steigende Weltmarktpreise für Nahrungs- und Düngemittel sowie den anhaltenden bewaffneten Konflikt in der Region Ogaden. Politische Instabilität am Horn von Afrika und im Sudan sorgt für ein anhaltend unsicheres Umfeld für Hilfsprojekte.
Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) war während der Nahrungsmittelkrise 2008 erstmals im Land tätig und unterstützt in der aktuellen Dürre die Wasserversorgung von 27.000 Haushalten über die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-gesellschaften (IFRC).


Projektlaufzeit: 2011 – 2012
Kosten: € 245.000,-

Wasser und Hygiene


Anfang 2009 ging die Zusammenarbeit mit dem äthiopischen Roten Kreuz in eine langfristige Kooperation in den Bereichen Wasser und Gesundheit über.
Im Rahmen des Projekts in der Zone West Arsi erhalten 8.210 Menschen durch die Erschließung von 15 Wasserstellen (Quellfassungen & handgegrabene Brunnen)
Zugang zu sauberem Trinkwasser bzw. werden beim Bau von Latrinen unterstützt. Weitere Aktivitäten umfassen CBHFA (Community Based Health and First Aid) und PHAST (Participatory Hygiene and Sanitation
Transformation) sowie den Aufbau von Kapazitäten in dieser neu gegründeten Branch.


Projektlaufzeit: Jul 2009 bis Jun 2012
Kosten: EUR 208.000,-

Kofinanziert von:
OEZA (Juli 2010 - Juni 2012)
ÖRK  LV Steiermark.

Die Erweiterung des Projekts bis 2014 ist in Planung.

Ein ähnlicher Ansatz wurde für das Vorhaben in Benishangul Gumuz entwickelt, das den Bedürfnissen von 11.400 bedürftigen Haushalten hinsichtlich langfristig gesicherter Wasserversorgung und Hygiene durch die Errichtung von 140 neuen Wasserstellen Rechnung trägt. Mit der Einführung eines angepassten Wasserressourcenmanagements wird den Gemeinden die Nutzung von Wasser zur Bewirtschaftung eigener kleiner Anbauflächen (Familiengärten) ermöglicht und dadurch ein Beitrag zu einem reichhaltigeren Nahrungsmittelangebot geleistet.

Projektlaufzeit: 2011 – 2016
Kosten: € 3.217.000,-
Kofinanzierung von: EDF (European Development Fund), OEZA, SIDA, Swedish Red Cross


Katastrophenrisikominderung


Ländliche Gemeinden spielen eine wichtige Rolle als Hüterinnen einer intakten Umwelt. Das Projekt in North Gondar fördert das Bewusstsein der lokalen Bevölkerung in Bezug auf Katastrophenrisikominderung. Best Practice-Beispiele dienen dem institutionellen Lernen sowie anwaltschaftlichen Aktivitäten des Roten Kreuzes gegenüber politischen Entscheidungsträgern.


Projektlaufzeit: Dez 2010 - Dez 2013
Cost: € 824.000,-

Kofinanzierung von:
OEZA, ÖRK LV Oberösterreich

Das Projekt wird kofinanziert von:

Logo EU, Logo Österreichisches Rotes Kreuz – Landesverband Oberösterreich
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