In Osteuropa und der Balkanregion, zu denen Länder wie Weißrussland, Ukraine, Montenegro und Serbien zählen, liegen die ärmsten Staaten Europas. HIV/AIDS breitet sich in manchen Ländern Osteuropas weltweit am schnellsten aus. In der Ukraine lebt bereits ein Prozent der Bevölkerung, ungefähr 400.000 Menschen, mit dem tödlichen Virus. Im Vergleich dazu liegt die Infektionsrate in Österreich stabil bei 0,2 Prozent. In Weißrussland hat sich die Zahl der Infizierten in den letzten Jahre um das sechsfache erhöht. Parallel dazu steigen Begleiterkrankungen wie Tuberkulose und Hepatitis C, vor allem sozial benachteiligte Personen sind davon betroffen. Die Kindersterblichkeit ist in Bosnien und Herzegowina mit 13 pro 1.000 Kindern und in Montenegro mit neun pro 1.000 drei- und zweimal höher als in Österreich.

 

In Weißrussland, das im Index der menschlichen Entwicklung auf Platz 64 liegt, und in der Ukraine leben etwa 30 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. In Moldawien, dem Armenhaus Europas sind es sogar 55 Prozent. Besonders betroffen sind kinderreiche Familien, alleinerziehende Eltern, Pensionisten, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke und Arbeitslose. Die Arbeitslosenrate in Montenegro beträgt 30 Prozent und zählt damit zu der höchsten der Region. Verschärft wird die Situation durch die schlechte ökonomische Lage der Staaten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und den Kriegen am Balkan. Übrig blieben desolate staatlichen Sozial- und Gesundheitssysteme.

 
Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung

Die Schwerpunkte der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in der Region Osteuropa/Balkanländer umfassen Gesundheitsprogramme, Katastrophenmanagement, Kapazitätsaufbau nationaler Rotkreuzgesellschaften vor Ort und die Verbreitung humanitärer Werte.

 

ÖRK in Osteuropa

 

Montenegro – Katastrophenvorsorge und Klimawandel.

Weissrußland – Gesundheitsprojekte mit der nationalen Rotkreuzgesellschaft.

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