Krankheit und Armut

Weltfrauentag 2010

Gesundheitliche Belastungen treffen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt am stärksten und führen zu einer Negativspirale von Krankheit und Armut. Jährlich erkranken 300 bis 400 Millionen Menschen an Malaria, beinahe 90 Prozent aller Malariakranken leben in Afrika. Die Infektionskrankheit Tuberkulose tötet vor allem in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt pro Jahr zwei Millionen Menschen. HIV/AIDS wird sich bis 2010 extremer auf die Menschheit auswirken als alle Kriege und Naturkatastrophen der letzten 50 Jahre. Verschärft werden die gesundheitlichen Herausforderungen für Entwicklungsländer zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch den Klimawandel: Der Temperaturanstieg beispielsweise kann zu einer leichteren Krankheitsübertragung von Malaria führen.

Gesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit des ÖRK

Neben der Bekämpfung von Tuberkulose, Malaria und HIV/AIDS zählen zu den Gesundheitsaktivitäten in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) die Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen sowie von Menschen mit Behinderung.

 

Das ÖRK versorgt unterernährte Menschen mit Lebensmitteln, beugt Krankheiten vor und ermöglicht durch Kapazitätsstärkung nationaler Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften den Ausbau des Dienstleistungsangebots im Bereich Gesundheit.

 

Durch die Stärkung des Selbsthilfepotenzials unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Gesundheitsstrategien schafft das ÖRK im Kontext der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern.


Um dieses zu erreichen, verfolgt das ÖRK in seinen Gesundheitsprogrammen einen „Community Based Health and First Aid"-Ansatz (CBHFA), der sich an den Herausforderungen und Potenzialen der Gemeinschaften orientiert und sie partizipativ involviert.

 

Diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglicht den Gemeinschaften, ihre Lebenssituation mit Hilfe des Roten Kreuzes selbst in die Hand zu nehmen und anhaltend zu verbessern. Daneben fordert der CBHFA-Ansatz eine enge Koordination zwischen dem staatlichem Gesundheitssystem, der staatlichen Basisgesundheitsversorgung und der gemeindeorientierten Freiwilligenarbeit, um Synergien für die Gemeinschaften zu realisieren.  

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