Sujetfoto Blutdruckmesser und Stethoskop

MigrantInnen in Österreich sind im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung höheren Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Belastungen durch die berufliche Lage, die Wohnsituation, finanzielle Probleme, materielle und rechtliche Unsicherheiten sowie alltägliche Diskriminierungserfahrungen sind für diesen Umstand verantwortlich. Bedingt durch Sprachschwierigkeiten und Informationsdefizite ist ihnen der Zugang zu medizinischen Einrichtungen erschwert, insbesondere Maßnahmen zur Krankheitsprävention werden von ihnen kaum angenommen. Alle diese Faktoren tragen dazu bei, dass ihr Gesundheitszustand im Allgemeinen schlechter ist als jener von Österreicher/inne/n.

 
Der Österreichische Migrations- und Integrationsbericht zeigt klar auf, dass es um den Gesundheitszustand von Migranten schlecht bestellt ist. So geben beispielsweise nur mehr 13 % der über 60-jährigen Migranten an, sich gesund zu fühlen. Bei gleichaltrigen Nichtzugewanderten sind das immerhin noch 24 %. Ein spezielles Risiko stellen für Migranten Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere bei Frauen, dar. Belastungen durch die berufliche Lage, die Wohnsituation, finanzielle Probleme, materielle und rechtliche Unsicherheiten sowie alltägliche Diskriminierungserfahrungen verschärfen die ohnehin prekäre Situation weiter.

 

Die Angebote im Detail

  • Hier geht es zur Information zum Projekt AMBER-MED, der anonymen medizinischen und psychosozialen Beratung und Betreuung im Katastrophenhilfezentrum des Österreichischen Roten Kreuzes in Inzersdorf.

  • Die umfassende Broschüre „Gesund bleiben und mit Krankheiten umgehen“ wurde in Türkisch und Serbisch herausgegeben.

  • Bericht des "European Open Forum on Reception and Health Care of Asylum Seekers"
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