Fragen und Antworten zu den neuen "ERC-Richtlinien"

1) Was ändert sich für den Ersthelfer mit den neuen Richtlinien zur Wiederbelebung?

Grundsätzlich kann man von einer Vereinfachung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen im Rahmen der Herzdruckmassage und Beatmung ausgehen. Für den Ersthelfer ändert sich, dass er 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen fortlaufend durchführen soll und sobald ein Defibrillator zur Verfügung steht, soll er diesen zur Anwendung bringen. Die Überlebensrate soll (lt. ERC – Europäischer Wiederbelebungsrat) soll damit gesteigert werden. Der Ersthelfer soll die Herzdruckmassage und Beatmung solange durchführen, bis die Atmung des Patienten einsetzt, er durch einen anderen Helfer abgelöst wird bzw. bis der Rettungsdienst/Notarzt eintrifft.

 

2) Was passiert mit den Defis im Hinblick auf die neuen Wiederbelebungs-Richtlinien?

Die im Defi-Projekt verwendeten Geräte sind auf die neuen Wiederbelebungs-Richtlinien umprogrammierbar („update“). Das Gerät Lifepak CR+ kann durch geschulte Mitarbeiter des Roten Kreuzes vor Ort umprogrammiert werden. Das update sollte im Zuge der Wartung durchgeführt werden. Das Gerät FRED easy wird vom Rotkreuz-Defi-Betreuer an den Hersteller zum update eingeschickt.

 

3) Was passiert, wenn Ersthelfer nach den neuen Richtlinien (30:2) ausgebildet sind, der jedoch noch nicht umgestellt wurde? – oder umgekehrt der Ersthelfer nach der alten Lehrmeinung reanimiert, der Defi aber nach den neuen Richtlinien defibrilliert?

Im Vordergrund steht die Herzdruckmassage und Beatmung. Sobald ein Defi zur Verfügung steht, wird dieser eingeschaltet. Im weiteren sind die Anweisungen des Gerätes zu befolgen, auch dann, wenn das Gerät noch nicht auf die neue Lehrmeinung programmiert ist!


4) Was kostet das Update der Defis?

Die Regelung der Kosten für die updates obliegt dem jeweiligen Landesverband.

socialshareprivacy info icon