Public Access Defibrillation in Österreich - eine offene, kontrollierte, prospektive Anwendungsbeobachtung

Cover der Defi-Broschüre

Die Todesursachenstatistik wird in den sogenannten Industrieländern nach wie vor eindeutig von den Herz- Kreislauferkrankungen angeführt. Der plötzliche Herztod macht von allen Ursachen ca. 20% aus und betrifft damit in Österreich ca. 20.000 Personen jährlich.

Die größte Hoffnung zur Verbesserung der sehr ungünstigen Überlebensprognose von 5-10% stellt einerseits die richtig durchgeführte Herz-Lungen Wiederbelebung (Cardio-pulmonary rescucitation, CPR) dar und andererseits die schnellstmögliche Anwendung eines halbautomatischen Defibrillators (automted external defibrillator, AED), der nur bei automatisch ermittelter, gesicherter Notwendigkeit einen lebensrettenden elektrischen Schock abgibt. Beide Maßnahmen müssen bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes durch anwesende Personen, in der Regel medizinische Laien, ausgeführt werden.

Das Österreichische Rote Kreuz führt daher in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut des Wiener Roten Kreuzes und der Universitätsklinik für Anästhesie und allgemeine Intensivmedizin und der Universitätsklinik für Notfallmedizin ein Projekt zur möglichst flächendeckenden Schulung von Ersthelfern und der Bereitstellung von Defis im gesamten Österreichischen Bundesgebiet durch.

Zur Dokumentation und Auswertung wird das Projekt von einer wissenschaftlichen Studie begleitet, die die Frage klären soll, ob durch diese Anstrengungen die primäre Überlebensrate erhöht werden kann. Als sekundäre Outcomes werden neurologische Defizite und damit die Möglichkeit zur Rückkehr an den Arbeitsplatz erfasst.

Sollten Sie Fragen zu diesem Projekt oder zu der begleitenden Studie haben, wenden Sie sich bitte an: forschung(at)w.redcross.or.at

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