Vermisst & Gefunden: Ein Schicksal - viele Geschichten

vermisst gefunden

Johanna Goldmann, Johannes Guger (Hg.)

„Für mich war es ein wunderschönes Gefühl, meiner Mutter nach allem, was sie durch den Krieg erlitten hatte, dieses Geschenk machen zu dürfen: Ich konnte ihr ihren verloren geglaubten Bruder zurückgeben.“

Die Geschichte von Maria's Mutter, die während des zweiten Weltkrieges nach Österreich verschleppt wurde, ist einer von insgesamt dreißig Erfahrungsberichten aus dem Buch „Vermisst & Gefunden. Ein Schicksal – viele Geschichten“, das Dank der großzügigen Unterstützung von A&M Verlagsbuchhandel realisiert werden konnte.

Die Verfasser der verschiedenen Texte könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie stammen neben Österreich aus  Ländern wie Ruanda, Argentinien, den USA, Afghanistan, dem Irak oder Osttimor. Sie sind verschiedenen Alters, haben unterschiedliche Hautfarben und Religionen. Dennoch teilen sie ein Schicksal: Sie vermissten oder vermissen geliebte Menschen.

Informative Hintergrund-Kapitel beschäftigen sich mit der Thematik des „Vermissens“ und geben Einblicke in die Situationen in manchen Ländern und die Arbeit des Suchdienstes.

„Vermisst & Gefunden. Ein Schicksal – viele Geschichten“ ist um € 9.95 in allen A&M Filialen, per Katalog (kostenlose Katalogbestellung unter 0662/9390 939) oder im Internet unter www.AuM.at erhältlich.

€ 1,- des Verkauspreises kommt dabei der Suchdienstarbeit zu Gute.

Vermisst wird .... Die Arbeit des deutschen Suchdienstes

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Von Klaus Mittermaier


Die Arbeit des Suchdienstes ist ein aufregendes humanitäres Puzzle. Noch heute ist das Schicksal von rund 1,4 Millionen Menschen ungeklärt, die in Folge des Zweiten Weltkriegs als vermisst gemeldet worden sind. Gegründet wurde die Einrichtung, die bald in allen Landkreisen Dienststellen unterhielt und dem Deutschen Roten Kreuz angegliedert ... mehr dazu

Ohne jede Spur . . . Psychotherapeutische Arbeit mit Angehörigen 'verschwundener' Personen

spur

Von Barbara Preitler

Der Band bietet eine umfassende Darstellung der Problematik und einen neuen Zugang zur Arbeit mit traumatisierten Menschen. Anhand einprägsamer Beispiele beschreibt die österreichische Psychologin Dr. Barbara Preitler die Dimension des "Verschwinden Lassens"

Tote suchen, Leben finden: Exhumierungen in Guatemala. Historische Aufbereitung und psychosoziale Arbeit

tote

von Franz Kernjak

Jährlich werden in Guatemala mehr als 100 Massengräber aus dem Bürgerkrieg der 80er Jahre exhumiert. Diese Ausgrabungen tragen zur Aufklärung der Menschenrechtsverbrechen und zur Würdigung einer traditionsgemäßen Bestattung der Opfer bei.

 

Der österreichische PsychologeFranz Kernjak schildert anhand der psychosozialen Betreuung von Angehörigen den Weg, den diese gemeinsam mit den PsychologInnen beschritten haben, um über Erinnerungs- und Trauerarbeit ihre Zukunft wieder neu bestimmen zu können.

 

 

Weitere Publikationen:

  • 60 Jahre Suchdienst, Berlin 2005, Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.)
  • Narben bleiben. Die Arbeit der Suchdienste 60 Jahre nach dem II. Weltkrieg, Herausgeber: DRK Suchdienste Hamburg und München, Deutsche Dienststelle (WASt) u.a., Garching 2005.
  • Suchdienst-Kartei. Millionen Schicksale in der Nachkriegszeit, H. Kalcyk - H. J. Westholt, Bonn 1996
  • 50 Jahre Suchdienst in Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.), München 1995.
  • Ich hab dich so gesucht ... Der Krieg und seine verlorenen Kinder, Maren Köster-Hetzendorf, Augsburg 1995.
  • Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes,. Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.), München 1982
  • Gesucht wird ..., Kurt W. Böhme, München 1970
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