VÖSLAUER UNTERSTÜTZT PROJEKT IN ÄTHIOPIEN: ZUGANG ZU SAUBEREM TRINKWASSER FÜR RUND 10.000 MENSCHEN IN KAMASHI

Dank der Unterstützung von Vöslauer konnten knapp 10.000 Menschen in einer der am wenigsten entwickelten Regionen Äthiopiens Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen erhalten. Das Projekt wurde Ende 2017 erfolgreich beendet.

Zugang zu sauberem Wasser ist lebenswichtig

Credit: ÖRK/Cerny

Im Rahmen des Projekts wurden 13 Wasserstellen (darunter vier Quellfassungen) wieder instand gesetzt und vier Brunnen neu errichtet. Die Wasserzapfstellen sind für die meisten Familien nun in maximal einer Viertelstunde Fußmarsch erreichbar. Für die Frauen bedeutet dies, dass ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, um sich beispielsweise dem Gemüseanbau oder der Betreuung ihrer Kinder zu widmen.

Damit die Brunnen auch über die Projektlaufzeit hinaus funktionsfähig bleiben, wurden 17 Wasserkomitees gegründet und speziell ausgebildet. Frauen sind in diesen Komitees zu 47% vertreten. 13 Komitees haben bereits mit der Einhebung von Nutzungsgebühren gestartet, die auf ein Bankkonto gelegt wurden, um im Bedarfsfall für die Beschaffung von Ersatzteilen herangezogen zu werden. Die anderen Komitees absolvierten gegen Projektende noch entsprechende Schulungen, doch die engagierten Mitglieder/innen haben angekündigt, dem Beispiel der anderen Gemeinden ehestmöglich folgen zu wollen.

Hygiene und sanitäre Anlagen für Schulen
Eine wesentliche Errungenschaft ist auch die Ausstattung dreier Schulen mit Schullatrinen, die nach Geschlechtern getrennt sind und genügend Intimsphäre bieten. Damit haben Mädchen nun höhere Chancen, ihre Ausbildung abzuschließen, zumal ihre Eltern keine Veranlassung mehr sehen, sie aus Sorge um ihre Sicherheit aus der Schule zu nehmen.


Credit: ÖRK/Cerny

Begleitend zur Bereitstellung von sanitären Anlagen wurden in den Schulen WASH-Clubs gegründet, die mit Unterstützung der Lehrer für die Reinhaltung der Latrinen Sorge tragen und den Schüler/innen u.a. immer wieder in Erinnerung rufen, wie wichtig es ist, sich nach dem Toilettenbesuch gründlich die Hände zu waschen, um Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Gemeinden erhalten Hygiene-Gütesiegel
Ein Meilenstein für die Entwicklung der Gemeinden stellte die Erreichung des ODF-Status dar: sie wurden von den Behörden als „open defecation free“ deklariert, d.h. als "frei von Fäkalien unter freiem Himmel". Der Erlangung dieses "Gütesiegels" gingen mehrere Trainings und Workshops zu Hygienefragen voraus, in deren Verlauf die Dorfbewohner/innen u.a. dazu animiert wurden, Latrinen zu errichten. Insgesamt haben 639 Haushalte mit dem Bau einer Latrine nicht nur einen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung ihres Dorfs als saubere Gemeinde geleistet, sondern vor allem ihre eigene Gesundheitssituation nachhaltig verbessert, denn Durchfallerkrankungen treten nun laut Angaben einzelner Haushalte weit seltener auf.

Credit: ÖRK/Cerny

Auch die Rotkreuz-Freiwilligen wissen zu berichten, dass die Sauberkeit im Wohnbereich der Projektbegünstigten zugenommen hat und die Familien besser Bescheid wissen, welche Auswirkungen mangelhafte Hygiene nach sich zieht.

Vöslauer hat mit seiner Unterstützung einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Abschluss dieses Projekts geleistet. Das Österreichische Rote Kreuz bedankt sich herzlich bei der Firma Vöslauer, die sich auch außerhalb von Österreich dafür engagiert, Menschen mit der lebenswichtigen Grundlage Wasser zu versorgen!

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