24.08.2015 11:08

"Sauberkeit und Hygiene sind ein Muss"

Tikitu Mohamed hat sich als unermüdliche Hygiene-Botschafterin der Gesundheit ihres Dorfes verschrieben. In Zentraläthiopien sind Freiwillige wie Tikitu eine wichtige Säule bei der nachhaltigen Umsetzung von Wasser- und Siedlungshygiene-Projekten.

"Sauberkeit und Hygiene sind ein Muss"

Tikitu Mohamed ist eine engagierte und angesehene Gemeindevertreterin, die sich in ihrem Dorf Dabus Atinbeku der Vermittlung von Gesundheits- und Hygienewissen widmet.

 

Als Freiwillige des Roten Kreuzes hat sie an einer spezifischen Hygieneschulung teilgenommen, in der sie erfahren hat, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, damit das Dorf von den Behörden das "Hygienegütesiegel" open defecation free (ODF), das heißt "frei von freiliegenden Fäkalien" erhält.

 

Tikitu hat auch gelernt, welche Hygienebotschaften gut ankommen bzw. wie sie mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ihres Dorfes kommunizieren muss, damit diese an der Verbesserung ihrer persönlichen Hygiene arbeiten.

Wenn man das Dorf besucht, merkt man sofort, dass es um die Hygiene der ganzen Gemeinde um vieles besser steht als früher: Jeder Haushalt besitzt seit kurzem eine eigene Latrine, eine vor fremden Blicken geschützte Stelle zum Duschen, eine Abfallgrube, eine separate Kochhütte, einen Wasserkanister und ein Abtropfgestell für Geschirr.

 

Hygienegütesiegel

 

Der unermüdlichen Aufklärungsarbeit von Tikitu und ihren freiwilligen Kolleginnen ist es zu verdanken, dass alle Latrinen im Dorf angemessen sind, d.h. die Latrinengruben jeweils mit einem Deckel versehen werden, die Wände solide sind und die Latrine über eine Handwaschgelegenheit verfügt.
Dank ihrer Bemühungen ist die Wasserstelle der Gemeinde stets in sauberem Zustand.

 

Vorzeige-Dusche

 

Tikitu teilt die Nutzerinnen nach dem Rotationsprinzip zur Reinigung der Wasserstelle ein. Dass die Zapfstelle von einem Zaun geschützt und auch verschließbar ist, ist ebenfalls ihr Verdienst. Darüber hinaus machen Tikitu ihre RK-Helferinnen regelmäßige Hausbesuche, um sicherzustellen, dass ihre Gesundheitsbotschaften zur Alltagspraxis werden.



Tikitus Duschvorrichtung und Latrine sind die saubersten im ganzen Dorf - Vorzeigeeinrichtungen sozusagen. Den wichtigsten Grund für ihr Engagement erklärt sie so: “Es ist meine Pflicht, der Gemeinde zu dienen, denn wir müssen uns den allgemein verbesserten Gesundheitszustand erhalten. Früher haben wir das Wasser aus dem Fluss getrunken und uns viele Gesundheitsprobleme eingehandelt. Nun haben wir Trinkwasser aus sauberer Quelle. Sauberkeit und Hygiene sind ein Muss, wenn wir unsere Gesundheit erhalten wollen.”

 

Fazit: Gemeinden arbeiten engagiert an der Verbesserung ihres Lebensumfelds und schaffen sie aus eigener Kraft, wenn sie die richtigen Instrumente und Informationen bekommen.

Das Projekt wird gefördert von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

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