20.01.2016 14:34

Rotes Kreuz zum Asylgipfel

Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer sieht nach dem Asylgipfel nach wie vor „viele Fragen offen“.

Rotes Kreuz zum Asylgipfel

Wien (Rotes Kreuz) - Nach dem Asylgipfel von Bund und Ländern wurde heute bekannt, dass Österreich im Jahr 2016 nicht mehr als 37.500 Asylwerber aufnehmen will. „Wie dieses Vorhaben umgesetzt werden soll, ist nicht nur uns völlig unklar, auch die Regierung scheint das Procedere nicht zu kennen“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer und erinnert daran, dass in der Genfer Flüchtlingskonvention kein jährliches Kontingent an Flüchtlingen vorgesehen ist.

 

Die Regierung kündigte an, Gutachten erstellen zu lassen, wie entsprechende Maßnahmen im Einklang mit der Verfassung und dem Europarecht zu gestalten sind.


„Mich würde darüber hinaus interessieren, wie diese Maßnahmen im Einklang mit humanitären Werten zu gestalten sind und welche Rolle Hilfsorganisationen bei deren Umsetzung spielen sollen“, sagt Schöpfer. „Dass humanitäre Organisationen nicht in die Vorbereitung des Gipfels einbezogen wurden, deutet darauf hin, dass derartige Fragen nachgereiht sind.“


Der Rotkreuz-Präsident befürchtet, dass Obergrenzen oder Richtwerte lediglich Schleppern in die Hände spielen.

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43/1/589 00-151
Mobil: +43/664 823 48 02
mailto: thomas.marecek@roteskreuz.at

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