21.03.2016 09:49

Wasserverschwendung globales Problem

Weltwassertag am 22. März: Jeder zehnte Mensch hat keinen Zugang zu Wasser. "Jeder kann mit seinem Konsumverhalten etwas gegen die Wasserverschwendung tun", sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer.

Wasserverschwendung globales Problem

Wien (Rotes Kreuz) – Das Millenniums-Entwicklungsziel der Vereinten Nationen zur breiteren Versorgung mit sauberem Wasser wurde 2015 zwar erreicht, dennoch hat nach wie vor jeder zehnte Mensch – weltweit mehr als 700 Millionen – keinen Zugang zu Wasser in ausreichender Menge und Qualität. „In vielen Regionen gäbe es zwar genug Wasser, aber mangelnde Infrastruktur und ökonomische Knappheit verhindern, dass die Menschen versorgt werden“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer.

 

Verschärfend wird sich der Bevölkerungsanstieg auswirken. Bis 2050 werden mehr als neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. „Durch die Produktion von Lebensmittel für weitere zwei Milliarden Menschen wird besonders in Ländern, die bereits jetzt unter Wasserknappheit leiden, eine weitere Verknappung der Ressource Wasser eintreten“, sagt Schöpfer.


Wie unsensibel die konsumgetriebenen Gesellschaften mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser umgehen, zeigt sich daran, dass mehr als 90 Prozent unseres täglichen Wasserverbrauchs für die Produktion der von uns konsumierten Lebensmittel aufgewendet werden. Vor allem die Fleischproduktion fällt hier stark ins Gewicht. „Unser Konsumverhalten wirkt sich negativ auf den globalen Wasserhaushalt aus. Gleichzeit gehen rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel ungenutzt verloren oder landen im Müll“, sagt der Rotkreuz-Präsident. Damit geht auch das für die Produktion eingesetzte Wasser verloren.


Jeder kann durch einen prüfenden Blick auf das eigene Konsumverhalten etwas gegen die globale Wasserverschwendung tun. „Unser Import von Produkten mit hohem Wasserbedarf in der Herstellung und die Verschwendung von Lebensmitteln graben den Kleinbauern in den Ländern des Südens das Wasser ab“, sagt Schöpfer.


Das Österreichische Rote Kreuz bildet laufend Trinkwasserexperten aus und unterstützt Projekte zur Wasserversorgung weltweit. Die Helfer sind besonders in den von Dürre betroffenen Ländern Ostafrikas aktiv.

 

Fotolink: images.roteskreuz.at


Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
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