20.12.2016 10:24

Wintersport-Tipps: Sicher auf der Piste

Die Wintersport- und Skisaison beginnt. Damit der winterliche Freizeitspass nicht im Spital endet, haben wir ein paar Tipps gesammelt.

Wintersport-Tipps: Sicher auf der Piste



Auf der Piste

Die Kombination aus Kunstschneepisten, schwierigen Wetterverhältnissen und ungeübten Wintersportlern ist gefährlich. In der Saison 2014/2015 verunglückten auf Österreichs Skipisten insgesamt 16 Menschen tödlich, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 29. Auch die Anzahl der Unfälle ging laut dem Alpindienst von 2.389 auf 1.882 zurück. Selbst wenn sinkende Unfallzahlen und weniger Verletzte Grund zur Freude geben, gab es 2014 rund 46.000 Menschen, für die der Skitag  im Krankenhaus endete. Gründe dafür sind selbstverschuldete Stürze, Kollisionen mit anderen Pistenteilnehmern und nicht selten schlecht eingestellte Bindungen.

 

Vorbereitung im Fitnessstudio


Alle Schneesportarten beanspruchen Körper und Muskulatur anders als im Büroalltag. Idealerweise bereiten sich Wintersportler drei Mal pro Woche durch entsprechende Kraft-, Beweglichkeits- und Ausdauerübungen, wie sie etwa Sportclubs oder Fitnesscenter anbieten, vor. Hierbei ist es besonders ratsam, die Kräftigung der Oberschenkel- und Rückenmuskulatur vorzunehmen. Personen die ohnedies das ganze Jahr Sport machen, haben auch in punkto Sicherheit einen Vorteil: Sie werden viel später müde.
 

Risiko Leichtsinn

 Vor allem Leichtsinn ist ein Risikofaktor. Die Skifahrer sind immer schneller unterwegs und auch Alkohol spielt leider oftmals eine Rolle. Junge Männer überschätzen sich laut Statistik häufig, bei den Frauen sind oftmals jene gefährdet, die nach einer längeren Pause wieder mit dem Pistensport beginnen, wenig Übung haben und mit altem Material unterwegs sind.

Trauriger Spitzenreiter der Knochenbrecher-Statistik ist das Knie, das in einem Drittel aller Fälle der übermäßigen Belastung nicht standhält. In der Regel werden Unter- und Oberarm, Unterschenkel, Kopf, Hüfte oder Schulter bei Unfällen verletzt.

Dabei gibt es einiges, was Hobbysportler trotz eisigen Pisten und schnellen Carvingskiern selbst für ihre Sicherheit tun können:

Einige Tipps zum sicheren Verhalten geben die seit 1967 gültigen Verhaltensregeln vom Internationalen Skiverband (FIS) und auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit veröffentlicht regelmäßig Tipps zum Verhalten auf Pisten.



Da jeder zehnte Pistenunfall mit einer Kopfverletzung endet, ist auch das Tragen eines Helms unerlässlich. In den meisten österreichischen Bundesländern herrscht Helmpflicht, zumindest für Kinder unter 15 Jahren.

 

Nicht minder wichtig sind das Trockentraining für Anfänger sowie das Aufwärmen am Beginn eines Skitages und des Beachten des Lawinenlageberichtes. Skier und Snowboards sollten nicht direkt vom Keller auf die Piste wandern, sondern erst einem Check unterzogen werden. Da sich Unfälle trotz aller Vorsicht nicht immer verhindern lassen, rät das Rote Kreuz dazu, das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen.

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