23.01.2017 10:39

Integration auf digitaler Ebene

Mit einer Kooperation mit dem Bundeskanzleramt geht Ideegration in die nächste Runde. Fünf weitere Integrations-Initiativen mit digitalem Schwerpunkt starten am 25. Jänner in eine Workshop-Reihe.

Integration auf digitaler Ebene

Das Projekt Ideegration, das von Accenture, Ashoka und dem Rote Kreuz ins Leben gerufen wurde, ist mit dem Bundeskanzleramt um einen starken Partner reicher. Zusätzlich zu den im vergangenen November ausgezeichneten Integrations-Initiativen wurden fünf weitere Projekte ausgezeichnet.

 

Ziel des Projekts "Ideegration" ist es, sozialunternehmerische Initiativen, die Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund fördern, in Österreich zu verbreiten. Aus 104 eingereichten Integrations-Projekten hat eine Jury die fünf wirksamsten Modelle ausgewählt. Diese werden intensiv weiterbegleitet, damit ihre Lösungen dorthin kommen, wo sie gebraucht werden.

 

Über die Kooperation mit dem Staatssekretariat für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung wurden nun fünf weitere Initiativen von der Jury ausgewählt, die die wirksamsten technologiebasierten Modelle (wie etwa Apps) entwickelt haben. Diese fünf Initiativen nehmen am "Ideegration Digital"-Entwicklungsprogramm teil, um ihre Netzwerke innerhalb der Zivilgesellschaft - zu Hilfsorganisationen, zu Unternehmen und zur Verwaltung - zu stärken und um ihre Lösungsansätze in Österreich zu vertiefen. Sie starten mit 25.Jänner 2017 eine Workshopreihe, in der sie ihr Entwicklungsprogramm erarbeiten.

 

"Wir müssen die Digitalisierung greifbarer machen - sie soll kein Elitenprojekt sein, sondern der ganzen Gesellschaft zu Gute kommen. Digitale Anwendungen können gerade im Integrationsbereich eine große Hilfe für Freiwillige, MigrantInnen und Flüchtlinge sowie MitarbeiterInnen verschiedener Institutionen und NGOs darstellen", erklärt Digitalstaatssekretärin Muna Duzdar.


Die fünf ausgewählten Initiativen leisten auch einen wichtigen Beiterag zur Vernetzung zwischen Zugewanderten und der heimischen Bevölkerung, wie Roktreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum hervorhebt: "Wir müssen den Menschen, die zu uns gekommen sind, auch ein Angebot machen, das attraktiv genug ist, damit sie sich in die österreichische Gesellschaft integrieren. Das ist einerseits eine Holschuld seitens der Asylberechtigten, die in Österreich bleiben wollen, aber auch eine Bringschuld unserer Gesellschaft. Integration heißt nicht umsonst zu einem Ganzen zusammenführen."

Die Initiativen



Zu den prämierten Initiativen zählt zum Beispiel mit "interprAID" die erste Online-Plattform für Dolmetschen und Interkulturelle Mittel in sozialen Einrichtungen und überwindet die Barrieren zwischen Geflüchteten/MigrantInnen und sozialen Dienstleistern. 

ZIAG hat eine Online-Plattform mit niederschwellig umsetzbaren Integrationsprojekten für Gemeinden aufgebaut und begleitet über Workshops Gemeinden bei der Umsetzung von Best-Practice Integrationsprojekten.

New here ist eine interaktive und mehrsprachige Karte für Geflüchtete, damit diese sich schnell in der neuen Umgebung zurechtfinden und Angebote/Dienstleistungen finden und nutzen können.

help2day ist eine Matchmaking-Plattform zwischen Freiwilligen und Hilfsorganisationen, um die Zeit- und personelle Ressourcen besser zu nutzen und effektiv zu verteilen. 

More than one perspective (MTOP) MTOP ist ein integratives Weiterbildungsprogramm für geflüchtete AkademikerInnen mit dem Ziel der nachhaltigen Arbeitsmarktintegration, während gleichzeitig die Wahrnehmung von Geflüchteten über Role-Models verändert wird.

Die ausgewählten Initiativen werden strukturiert bis Juni 2017 bei der Festigung und Verbreitung ihres Lösungsansatzes begleitet.

 

Alles über das Projekt Ideegration.

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