11.05.2017 08:32

Uganda in Not

Vom Südsudan aus findet eine Massenflucht in Richtung Uganda statt. Das Rote Kreuz hilft vor Ort.

Uganda in Not
Wasser für die Menschen im Flüchtlingslager Rhino.
©IFRC

BILDER AUS UGANDA

Die prekäre Lage im Südsudan zwingt viele Menschen Richtung Süden, nach Uganda flüchten. Täglich kommen dort bis zu 5.000 Flüchtlinge an. Grund dieser Massenflucht ist die Sicherheitslage im Südsudan sowie die Nahrungsmittelknappheit und die sehr hohen Nahrungsmittelpreise. Die in Uganda ankommenden Flüchtlinge berichten von Gewalt und wahlloser Tötung von Zivilisten, nächtlichen Angriffen auf Häuser, sexuelle Gewalt, Plünderungen von Vieh und Eigentum, unbegründeten Vorwürfen der Zusammenarbeit mit Oppositionsgruppen, Angst vor Verhaftung und Folter sowie Mangel an Nahrung und anderen Grundbedürfnissen.

Im Moment gibt es drei große Camps im Norden von Uganda, wobei alle ihre ursprünglich konzipierten Kapazitäten überschritten haben: Bidibidi Camp (mehr als 300.000 Menschen), Rhino Camp (zirka 100.000 Menschen) und Palorinya Camp (über 147,000). Imvepi Camp dient zur Registrierung von Flüchtlingen und hat eine Kapazität für 150.000 Menschen. Das Ugandische Rote Kreuz (URCS) ist mit folgenden Aktivitäten tätig: Trinkwasseraufbereitung und Verteilung in Bidibidi, Palorinya und Rhino Camps & Verbesserung der sanitären Situation und Hygieneförderung, Management von Flüchtlingen bei der Ankunft, Gesundheitsförderung, Versorgung von Verletzten und Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern.

ÖRK in Uganda präsent

Seit Februar 2017 ist das ÖRK (gemeinsam mit dem Schwedischen und Deutschen Roten Kreuz) mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage (ERU TWA M40) in Nord-Uganda tätig. Die Anlage produziert derzeit rund 700.000 Liter pro Tag, das von Tanklastwägen in die umliegenden Camps gebracht wird. Das Team (derzeit unter der Leitung von Georg Ecker) wird bis voraussichtlich Ende Juni in Nord-Uganda tätig sein und dann an das Ugandische Rote Kreuz übergeben. Weiterer Bedarf für Trainings und für langfristige Wasserprojekte besteht.

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