24.07.2017 10:13

"Starkes humanitäres Signal"

Weit über 20 Millionen Menschen sind aktuell in Ostafrika vom Hungertod bedroht. Die österreichische Bundesregierung sagt fünf Millionen an zusätzlichen Hilfsgeldern zu.

"Starkes humanitäres Signal"
ÖRK-Generalsekretär Werner Kerschbaum empfindet das aufgestockte Budget für Afrikahilfe als "starkes humanitäres Signal".ÖRK/Anna Stöcher

Anhaltende Dürre und bewaffnete Konflikte haben viele Menschen in Ostafrika und im Jemen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Es ist die dramatischste Hungersnot seit vielen Jahren. Laut den Helfern sind über 40 Millionen (!) Menschen in den sechs Ländern Somalia, Äthiopien, Südsudan, Kenia, Uganda, Jemen von der Hungersnot bedroht. Schuld an der Katastrophe ist unter anderem die Dürre, die die Ernten zerstört haben. Dazu kommen kriegerische Auseinandersetzungen, die die Ernährungssituation verschärfen.

Zusätzliche Mittel retten Leben


Diese extreme humanitäre Notlage hat die österreichische Bundesregierung dazu bewogen, fünf Millionen Euro für die Hilfsaktivitäten in Ostafrika aus den Mitteln des Auslandskatastrophenfonds (AKF) bereit zu stellen. Die Mittel werden über die Austrian Development Agency (ADA) gemeinsam mit internationalen und lokalen humanitären Organisationen für Menschen in Not eingesetzt. Die beschlossenen Gelder werden nach Südsudan, Somalia, Äthiopien, Uganda und der Tschadsee Region (Niger, Nigeria, Kamerun und Tschad) fließen. Alleine in diesen Ländern stehen weit über 20 Millionen Menschen vor dem Hungertod, eine große Anzahl von ihnen Kinder.

Rotes Kreuz ist vor Ort

Werner Kerschbaum, Generalsekretär vom Österreichischen Roten Kreuz, sieht in diesem Schritt der Regierung ein "starkes humanitäres Signal" von Seiten der Politik. Das ÖRK ist gemeinsam mit lokalen Rotkreuz-Gesellschaften in den Ländern für die Menschen da, bereitet Wasser auf, baut Brunnen, führt Gesundheitsprojekte durch und leistet lebensnotwendige Nahrungsmittelhilfe. Zudem wird die Bevölkerung gestärkt und mit Starthilfe und Know-How ausgestattet, um für sich sorgen zu können. "Alles was zur Ernährungssicherheit und zum Überleben der Menschen beiträgt, hat für uns oberste Priorität", bringt es Kerschbaum auf den Punkt. Die Mittel aus dem AKF zahlen auf dieses Ziel ein. "Die internationalen Partner wie UNHCR, IOM und das IKRK tragen dazu bei, dass die Hilfe bei den Bedürftigen ankommt, dass Geld und Hilfsgüter gerecht und sicher verteilt werden", betont ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter.

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