25.07.2017 09:12

Übungen in „Zukunftsdenken“

RC²Forum versammelt Rotkreuz-Führungskräfte aus Europa und Zentralasien in Wien.

Übungen in „Zukunftsdenken“
Rotkreuz-Führungskräfte aus Europa und Zentralasien waren im ÖRK zu Gast.

Repräsentanten von 17 nationalen Rotkreuz-Gesellschaften aus Europa und Zentralasien haben in der Vorwoche in Wien ihren Blick für die Zukunft geschärft. Unter Anleitung einer Expertin in „Zukunftsdenken“ unternahm die 30-köpfige Gruppe, bestehend aus Präsidenten, Generalsekretären und Jugendvertretern gedankliche Zeitreisen, um die humanitären Herausforderungen in fünf, zehn, fünfzehn Jahren abzuschätzen.

Ereignisse wie Wasserknappheit, die Überalterung der Gesellschaft, Migration oder terroristische Bedrohungen wurden dabei unter anderem analysiert. Die Auswirkungen solcher Ereignisse auf eine Gesellschaft und somit auf die humanitäre Arbeit zu durchdenken, zählte zu den spannenden Aufgaben für die Workshop-Teilnehmer.

Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, aber dennoch bis zu einem bestimmten Grad planen, war eine Erkenntnis des zweitägigen Workshops. „Wir haben uns vom Bekannten zum Ungewissen, Unbequemen vorgearbeitet“, sagt ÖRK-Generalsekretär Werner Kerschbaum. „Bedürftigkeit hat viele Gesichter. Diese zu erkennen, wird ein Schlüssel dafür sein, dass das Rote Kreuz relevant bleibt und seine humanitäre Arbeit auch in Zukunft effektiv durchführt.“

Die Veranstaltung in Wien war Teil einer weltweiten Serie von so genannten RC²Foren, in denen die nationalen Gesellschaften aus der jeweiligen Region sich austauschen. Die gesammelten Ideen, Herangehensweisen und Reflexionen fließen in die Generalsversammlung der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften ein, werden dort noch einmal verdichtet und in einem weiteren Schritt Teil der zukünftigen Strategien der weltweiten Rotkreuz-Bewegung.

socialshareprivacy info icon