24.08.2017 10:45

Dynamisch bleiben

Integrationsbericht 2017: Asylanträge und Zuwanderung deutlich gesunken, Skepsis hoch.

Dynamisch bleiben
Die meisten Zuwanderer aus der EU kommen aus Deutschland, Rumänien und Kroatien nach Österreich.©bmeia

Jeder fünfte Österreicher hat Migrationshintergrund, das sind um 1,9 Millionen Menschen. Von ihnen wurden drei Viertel selbst im Ausland geboren, ein Drittel kam in Österreich zur Welt. Die meisten Zuwanderer, nämlich 40 Prozent, kommen aus anderen EU-Ländern, allen voran Deutschland. Nach dem Flüchtlingsstrom 2015 ist die Zahl der nach Österreich kommenden Menschen im Vorjahr deutlich zurückgegangen, wie der Vorsitzende des Expertenrats für Integration, Heinz Faßmann, bei der Präsentation des Integrationsberichts 2017, erklärte. Dennoch wird Österreich laut dem Experten ein attraktives Zuwanderungsland sowohl für Flüchtlinge als auch für gut qualifizierte Arbeitskräfte aus anderen EU-Staaten und für Studenten bleiben. 

Wenig Integrationsoptimismus


Der Bericht spiegelt die gefühlte Stimmung wieder: Obwohl der Zuzug 2016 stark nach unten gegangen ist, ist die Skepsis in der österreichischen Bevölkerung groß. Auch Faßmann ist davon überzeugt, dass die Integration von Zuwanderern eine Herausforderung ist, die sich langfristig aber nachweislich lohnt, - auch wirtschaftlich. Dennoch müsse es oberste Priorität sein Menschen vor Ort so zu unterstützen, dass sie nicht aus Not und Perspektivenlosigkeit ihre Heimat verlassen müssen.

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