19.09.2017 10:12

Lidwina Dox in Bangaldesch

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist die einzige Organisation, die Zugang in die betroffenen Gebiete hat. Der Bedarf ist enorm.

Lidwina Dox in Bangaldesch
Eine halbe Million wartet in Bangladesch auf Hilfe.
©CC BY-NC-ND /Sheikh Mehedi Morshed/ICRC

Seit 25. August sind fast eine halbe Million (!) Flüchtlinge aus Myanmar im bitterarmen Nachbarland Bangladesh angekommen. Die meisten von ihnen kommen aus der Provinz Rakhine, wo die Armee mit Gewalt gegen die muslimische Minderheit Rohingya vorgeht. Die Flüchtlinge, der Großteil von ihnen Frauen und Kinder, rettet sich mittel- und schutzlos über die Grenze in das arme Nachbarland. Dort versucht die Regierung zusammen mit Hilfsorganisationen die Lage in den Griff zu bekommen, was durch die schlechten Wetterbedingungen noch zusätzlich erschwert wird.

Wasser als Riesenherausforderung

Damit die Menschen ein Dach über dem Kopf haben, entsteht in der Grenzregion ein Camp, das 400.000 Menschen Platz bieten soll. Sauberes und sicheres Trinkwasser sowie Abwasser und sanitäre Einrichtungen sind im Moment die größten Herausforderungen. Das Risiko für Infektionskrankheiten und Epidemien ist enorm. Unter den Helfern ist auch die Rotkreuz-Expertin Lidwina Dox aus Österreich, die schon in vielen Krisengebieten im Hygiene- und Wasserbereich tätig war.

Hilfe aus Österreich

Hilfe wird nach wie vor gebraucht, denn der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist die einzige Organisation, die Zugang in den Norden Myanmars, in den Rakhine State, hat. Lidwina Dox berichtet vor allem von den Zugangsproblemen in die Camps und Ansiedlungen: "Wassermassen, Schlamm und extrem hohe Bevölkerungsdichte behindern den Zugang enorm, über weite Strecken sind die Flüchtlinge nur zu Fuß oder mit Eselskarawanen erreichbar, was die Versorgung mit Wasser und dem Lebensnotwendigsten enorm schwierig gestaltet."

Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom Schwedischen und vom Deutschen Roten Kreuz werden weitere Wasserexperten aus Österreich nach Bangladesch reisen, um die Hunderttausenden Leute nicht ihrem Schicksal zu überlassen.

SPENDEN SIE JETZT!

socialshareprivacy info icon